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Russischer Film "12" für Oscar 2007 nominiert

Filmplakat "12"

Der Film "12" des in Russland sehr bekannten Regisseurs Nikita Michalkow wurde für einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert. Unter den Nominierten war auch der Film "Mongol" von Sergej Bodrow. Damit hatte zum ersten Mal ein Film aus Kasachstan die Chance auf einen Oscar.
Der russische Animationsfilm "Meine Liebe" war in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm" nominiert.

Am 22. Januar 2008 gab die Academy Awards in Los Angeles die Oscar-Nominierungen bekannt. In der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" gingen folgende Filme ins Rennen:

  • Beaufort von Joseph Cedar, Israel
  • Die Fälscher (The Counterfeiters) von Stefan Ruzowitzky, Österreich
  • Katyn von Andrzej Wajda, Polen
  • Mongol von Sergei Bodrow, Kasachstan
  • 12 von Nikita Michalkow, Russland

Die 80. Oscar-Verleihung fand am 24. Februar 2008 im Kodak Theatre in Los Angeles statt. Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging leider nicht an "12", sondern an die deutsch-österreichische Produktion "Die Fälscher".

"12" – ein russischer Film über Freiheit und Mut

Szene aus dem Film "12"

Der Psychothriller "12" ist eine moderne Interpretation des Klassikers "Die 12 Geschworenen" von Sydney Lumet (1957). Der Film von Nikita Michalkow spielt in einem Raum – dem Sportsaal einer Schule. Es gibt einen Tisch und zwölf Stühle. Die Charaktere haben keine Namen, sondern nur Nummern. Ein 18-jähriger tschetschenischer Jugendlicher wird des Mordes seines Adoptivvaters, eines russischen Offiziers, angeklagt. Alle Beweise sprechen gegen den mutmaßlichen Mörder. Und elf von zwölf Geschworenen sind bereit, den Jungen zu verurteilen. Nur ein Geschworener sieht den Fall anders und bringt seine Kollegen dazu, das Ganze zu überdenken.
"12" ist ein seriöser Film über Freiheit, Mitgefühl und Mut, seine Meinung zu äußern. "Das wichtigste ist, seien Sie nicht gleichgültig!", - lautet die Botschaft des Regisseurs Nikita Michalkow. Auch dank der hervorragenden schauspielerischen Leistung der russischen Darsteller bleibt der Film "12" spannend bis zum Ende.
Für seinen Film "12" erhielt Nikita Michalkow bereits den Goldenen Löwen für die hervorragende Einzelleistung bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig (2007).

Für Russland ist dies die fünfte Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" seit dem Zerfall der Sowjetunion. Zum letzten Mal gewann ein russischer Film den Oscar im Jahr 1994.

Russischer Poster zum Film "Mongol"

"Mongol" – ein Film über den jungen Dschingis Khan

Der Film "Mongol" von Sergej Bodrow ist eine internationale Produktion von Russland, Kasachstan, Deutschland und USA. Gedreht wurde der 15-Millionen teuere Film hauptsächlich in Kasachstan und in Nordchina. Das bildgewaltige Historien-Epos erzählt die Geschichte des mongolischen Heerführers Temudschin, besser bekannt als Dschingis Khan. Dank seiner unglaublichen Willenskraft, Entschlossenheit und Klugheit schaffte es der junge Temudschin, seine Feinde zu besiegen und Herrscher über die Mongolen zu werden. Doch der mächtige Großkhan der Mongolen hatte nicht nur Kriege im Sinn. Er kannte auch eine große Liebe…

Der aus Russland stammende Regisseur Sergej Bodrow wurde bereits 1996 für seinen Film "Gefangen im Kaukasus" für einen Oscar nominiert.

Szene aus dem Animationsfilm "Meine Liebe"

"Meine Liebe" – russische Liebesgeschichte für Oscar nominiert

Der russische Animator und Oscar-Gewinner Alexander Petrow war 2007 wieder  in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm" für den Oscar nominiert . Sein Animationsfilm "Meine Liebe" (russisch: Моя любовь) spielt in Moskau des 19. Jahrhunderts. Ein 16-jähriger Gymnasiast erlebt seine erste Liebe und wird enttäuscht. Drei Jahre lang arbeitete Alexander Petrow in seinem Studio in Jaroslawl an dem 35-minütigen Film. Die Produktion kostete 1 Mio. Dollar.

Russische Filme: Oscar-Gewinner in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"

Russisches DVD-Cover zum Film "Die Sonne, die uns täuscht"
JahrFilmRussischer TitelRegisseur
1994Die Sonne, die uns täuscht"Утомлённые солнцем"Nikita Michalkow

Oscar-Nominierungen für russische Filme in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"

Jahr    FilmRussischer TitelRegisseur
1997Der Dieb ВорPawel Tschuchrai
1996Gefangen im KaukasusКавказский пленникSergei Bodrow
1992UrgaУрга — территория любвиNikita Michalkow

1999 gewann der russische Animationsfilm "Der alte Mann und die See" (russisch: "Старик и море") von Alexander Petrow den Oscar in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm". Davor wurden bereits zwei Kurzfilme von Alexander Petrow für einen Oscar nominiert:

  • "Die Wassernixe" (russisch: Русалка) (1997)
  • "Die Kuh" (russisch: Корова) (1989).

1995 hatte Alexej Charitidi mit seinem Animationsfilm über den ersten Menschen im All "Gagarin" (russisch: Гагарин) die Chance, einen Oscar nach Russland zu bringen.

Zu UdSSR-Zeiten wurden insgesamt neun Filme für Oscar nominiert. Drei davon erhielten die begehrte Film-Auszeichnung.

Russisches DVD-Cover zum Film "Moskau glaubt den Tränen nicht"

Oscar-Gewinner UdSSR in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"

JahrFilmRussischer TitelRegisseur
1980Moskau glaubt den Tränen nichtМосква слезам не веритWladimir Menschow
1975Uzala, der Kirgise
(Co-Produktion von UdSSR und Japan)
Дерсу УзалаAkira Kurosawa
1968Krieg und FriedenВойна и мирSergej Bondartschuk

Oscar-Nominierungen für UdSSR in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"

JahrFilmRussischer TitelRegisseur
1984 Die FrontromanzeВоенно-полевой романPjotr Todorowski
1982Ein PrivatlebenЧастная жизньJuli Raisman
1978Weißer Bim, SchwarzohrБелый Бим Черное ухоStanislaw Rostozki
1972Im Morgengrauen ist es noch stillА зори здесь тихиеStanislaw Rostozki
1971Tschaikowski
(auch Oscar-Nominierung als "Bester Musikfilm- Soundtrack")
ЧайковскийIgor Talankin
1969

Die Brüder Karamasow
(nach dem Roman von
Fjodor Dostojewski)

Братья КарамазовыIwan Pyrjew

1942 erhielt die russisch-amerikanische Kriegsdokumentation "Die Zerschlagung der deutsch-faschistischen Truppen bei Moskau" (russisch: Разгром немецко-фашистских войск под Москвой) von Leonid Warlamow und Ilja Kopalin einen Oscar in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm".
1984 wurde der Film von Irina Kalinina "Erinnerungen an Pawlowsk" (russisch: Воспоминания о Павловске) für einen Oscar als "Bester Dokumentarfilm" nominiert.

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