11.03.2011, Frankfurt, Freitag, 21:00 – Konzert der Band "OPA" aus St. Petersburg

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Stimme. Es wurde zuletzt aktualisiert von sergo3 03.03.2011 18:16.

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    sergo3
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    11.03.2011, Frankfurt, Freitag, 21:00 – Konzert der Band „OPA“ (RU/Ex Opa Novyj God) aus St. Petersburg

    Was kann schon aus so einer Begegnung werden? Die beiden Gründer der damals noch nicht existierenden Band „Opa!“ haben sich nämlich im Sankt Petersburger Polizeirevier kennen gelernt. Der Schlagzeuger Zheka wurde des lauten Trommelns wegen festgenommen, was den Posaunisten Grig so beeindruckt hat, dass er kurzerhand vorgeschlagen hat,… eine gemeinsame Band zu gründen – einen schalldichten Proberaum hatte er schon. Hinzu kamen spontan ein paar Musiker aus anderen lustigen Petersburger Bands.

    Die Namensuche dauerte nicht lange: „Opa!“ heißt auf Russisch soviel wie „Ups!“. Bei der plötzlichen Vorgeschichte passte es wie Faust aufs Auge. Auch mit der deutschen Bedeutung kamen die Musiker klar, denn ihre „Musik kommt schließlich von den Vorfahren, ohne Opas gäbe es uns nicht“. Die Stilrichtung schwankte zwischen gradlinigem Ska, sehnsüchtigem Klezmer, feurigen Balkanbeats, herzlichem Chanson und intelligentem Jazz. Bald spielte die Band ihr erstes Konzert in der Petersburger Synagoge und kurze Zeit später tourte sie schon quer durch Europa.

    „Opa!“ positionieren sich von Anfang an als eine lustige Festblaskapelle. Sie bringen jedes und so steifes Publikum zum Tanzen, verwandeln jedes Konzert in eine verrückte Party, sind unvorhersagbar und witzig. Zum Glück fällt es nicht auf, dass ihr Klarinettist nebenbei in der Philharmonie spielt und auch die übrigen Bandmitglieder virtuos ihre Sache machen, ohne dabei auch nur ein bisschen von ihrer Wildheit einzubüßen. So wie die Musik sind die Liedertexte ziemlich vielfältig: Es handelt sich um Sinn des Lebens, Petersburger Fahrstühle, Öl, Fußball, Ozeane, Staus, moderne Gesellschaft und natürlich Mann und Frau.

    Mit erstaunlich viel Humor und Selbstverständlichkeit erobern „Opa!“ die europäischen Herzen. Wie schaffen sie es nur, diese im Grunde genommen alt bekannten Zutaten vollkommen neu und frisch zu servieren? Nur die besten Köche können sich so was erlauben. Die Opa-Musiker schaffen es locker, den russisch-jüdischen Brei mit lateinamerikanischen, jamaikanischen und westlichen Gewürzen nicht lauwarm, sondern richtig heiß aufzutischen – und um den tanzt dann jeder gerne!

    http://o-p-a.ru/

    DAS BETT
    Schmidtstr. 12
    Frankfurt, Germany

    http://www.youtube.com/watch?v=AD1ndHajHj4&feature=player_embedded

    http://www.youtube.com/watch?v=e_NInndhrAE&feature=player_embedded

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