Meine persönlichen Erlebnisse in der Russischen Förderation

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Stimmen. Es wurde zuletzt aktualisiert von Manfred Gillesen 03.11.2015 17:32.

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    René Paul
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    Nur als kurze Einleitung zum besseren Verständnis:
    Ich lebte in Deutschland, bin gebürtiger Deutscher und hatte keinerlei Kenntnisse der Russischen Sprache. Eines Tages lernte ich eine in Russland promovierte Dame, welche in Ufa/ Baschkortostan als Deutschlehrerin gearbeitet hatte, und nun an einer Deutschen Hochschule – offiziell als Studentin immatrikuliert war kennen.
    Es kam wie es kommt, – wir verliebten uns (glaubte ich ) und heirateten.
    Im Februar 2012 wurde uns, d.h. von meiner Frau ein Sohn geboren. Wieder zuhause war meine Frau noch ziemlich angegriffen und unterhielt sich sehr viel via Skype mit ihrer Mutter und anderen Verwandten in Russland. Ende März teilte sie mir mit, ihr Vater hätte einen Schlaganfall gehabt, und läge im Krankenhaus in Ufa im Sterben. Selbstverständlich verstand ich ihr Anssinnen, so schnell als irgend möglich nach Ufa zu fliegen. Der Kleine war gerade 8 Wochen alt, also willigte ich ein, dass sie mit dem Kleinen die Reise antrat. Die Formalitäten waren schnell erledigt und am 6. April 2012 fuhr ich die beiden zum Flughafen.
    Einige Stunden später erhielt ich von ihr aus Moskau, wo sie Zwischenlandung und kurzen Aufenthalt bei ihrer Tante hatte, noch eine sms. Dann sah und hörte ich nichts mehr, – Anrufe und sms blieben erfolglos. Nach 8 Tagen erhielt ich eine sms, sie könne nicht mit mir reden, die ganze Verwandschaft, Behördengänge, ihr Vater, der Kleine, lange Warteschlangen und keine Terminvergaben wie in Deutschland. Eine Woche darauf konnte ich sie endlich via Chatt online erreichen – ihr Vater lebe noch, viel Durcheinander usw.. Im Laufe der nächsten Tage kristallisierte sich dann heraus, dass sie wohl bei ihrer Familie in Moskau bleiben wolle, – ich könnte aber gerne auch nachkommen, eine Wohnung für uns wäre kein Problem, eine Arbeitsstelle an Ihrer Universität dort könne sie mir auch besorgen, die Formalitäten seien auch kein Problem …. – ok, – sie gab mir wegen der Zollvorschriften 7 unterschiedliche Adressen, an welche ich alles was ich mitnehmen wolle schicken könne. – Pro Monat, pro Empfänger, max. 30Kg, wobei das Höchstgewicht von 20 Kg pro Paket nicht überschritten werden durfte. Wir hatten in der Vergangen heit schon Geschenke und benötigte, dort aber schwer erhältliche oder sehr teure Sachen dorthin gesand, insofern war mir das Prozedere bekannt.
    Ihr Vater hatte zwischenzeitlich noch eine Schädeloperation, – eine Folge des Schlaganfalles, so erzählte sie mir. Ich war vollauf beschäftigt, Pakete packen, aussortieren, Dokumente und Zeugnisse beglaubigen und überbeglaubigen lassen ( Apostille ) die Visaformalitäten erledigte meine Frau zum Grossteil, – ich war ausgelastet. Am 23. Oktober konnte ich mir das Visum bei der Botschaft abholen, – da alles gut geplant war kam der Termin nicht überraschend, die Wohnung war gekündigt, die letzten Pakete traten ihre Reise parallel zu mir an. Am Donnerstag morgens trat ich die Reise nach Moskau an, lange Wartezeiten, Flug nach Ufa, wo ich (Ortszeit) vormittags am Freitag eintraf.
    Nun war ich in Ufa, ich wurde von meinem Schwager am internationalen Airport abgeholt und mit meiner Frau zur Wohnung ihrer Eltern gefahren – Schlaf war in der Nacht nicht, das Gepäck bewachen und auf den Flug nach Ufa warten, ließ das nicht zu, dementsprechend kaputt war ich. Meinen Sohn sah ich nur ganz kurz, mein Gepäck kam in das Zimmer meiner Frau und meines Sohnes, meine Schwiegereltern begrüßten mich kurz an der Tür, dann waren alle verschwunden – ich wunderte mich noch, dass der totkranke so gar nicht den Eindruck eines halbtoten machte. Dann waren alle in den beiden anderen Räumen dieser 3-Zimmer Wohnung verschwunden.
    Ich ging in die Küche, setzte mich auf eine der beiden dort vorhandenen Sitzgelegenheiten … und schlief wohl ein.
    Jedenfalls, als ich wach wurde, war der Vater meiner Frau auch in der Küche, versuchte mir irgendetwas zu erklären – die paar Worte Russisch, welche ich noch in Deutschland über diese Seite hier gelernt hatte, halfen mir auch nicht, auf jeden Fall war es schon Samstag früh morgens. Meine Frau kam und übersetzte, das wir, sie, unser Kleiner, ihr Vater und ich, auf der Datscha ihres Bruders, ausserhalb von Ufa erwartet würden. Ich fragte, wer denn das Fahrzeug ( Renault – nicht Dacia – Logan ) denn fahren solle … ihr Vater selbstverständlich – schon in der Vergangenheit, beim chatt während der letzten Monate, wurde mir immer versichert, – beim Thema Kfz-fahren, ihr Bruder würde sie und den Kleinen zu den Ämtern und den vorgeschriebenen Untersuchungen fahren …. der totkranke sollte nun das Fahrzeug führen – innerlich sträubten sich mir schon die Haare – Aufbruch zur ca. 150 m. entfernten Souterain-Garage – umständliches Türöffnen und nach einer ziemlich langen Zeit erschien das Fahrzeug in der Auffahrt der Garage – alles einsteigen- ich hatte aus DE einen Kindersitz geschickt – an der Seite war ein Piktogram zwecks Einbauvorschrift, er war verkehrt herum eingebaut – Russland eben – schliesslich waren wir alle eingestiegen- das Kfz setzte sich laut heulend in Bewegung, die Windschutzscheibe undurchsichtig vor Dreck, Scheibenwischer ausser Funktion – Schwiegervater bog laut hupend auf die Strasse ein – Abbiegung auf nächste Strasse… lautes Hupen – da er sowieso nichts sah, sollte der andere Verkehr so gewarnt werden und Rücksicht nehmen- nächster Abzweig auf die Hauptverkehrsstr.- gleiches Spiel “ Hupen“ Gas und Kupplungspedal wurden grundsätzlich gleichzeitig getreten, die Gangschaltung laut und deutlich betätigt … ich krallte mich auf dem Beifahrersitz nur noch fest, der Kleine schrie, 3 Fahrspuren in jede Richtung – wer die meisten PS hat ist der Sieger, alles andere hat zu weichen … Meine Frau nahm auch noch den Kleinen aus dem Kindersitz, welcher neben ihr auf der Rückbank falsch befestigt war – Begründung, wenn er schreit könne ihr Vater erst recht nicht fahren – stehende Fahrzeuge vor uns, eine Ampelanlage bevor es auf die Magistrale ging – ich wusste nicht was ich tun sollte, – ich sprang aus dem Fahrzeug – Orientierungssinn habe ich, setzte mich zu Fu? in Richtung aus der wir gekommen waren in Bewegung. Eine Weile und ca. 1 Km später, – ich hatte mich beruhigt, fuhr besagter Logan hupend neben mir her – ich solle wieder einsteigen – was sollte ich tun … in der Hoffnung evtl. schlimmeres verhindern zu können stieg ich wieder ein. 40 Km später, davon ca. 30 Km auf der Magistrale – Fahrweise wie gehabt – hinzu kam immer auch noch ein lautes Krachen vom vorderen Fahrwerk, trafen wir bei der Datscha ein – ich war fertig mit der Bereifung, aber es kam noch besser, – mein Schwager begrüsste mich volltrunken ( Mittags gegen 12 Uhr ) in der Uniform eines Rotarmisten, mit den Dienstgradabzeichen eines Oberleutnants – ich kannte mich nur noch wenig damit aus und begrüsste ihn als Leutnant 🙂 .. war nicht gut, und wurde berichtigt – meine Frau und mein Sohn wurden von der Ehefrau meines Schwagers in Beschlag genommen und waren in der Blockhütte verschwunden – mein Schwager zeigte mir das Gelände und versuchte mir das Eine oder Andere zu erklären …. es kamen Nachbarn, grosses Saufgelage, einen Schnaps trank ich anstandshalber mit ….
    So ging es weiter …. jede Menge, welches mir extrem zu denken gab – ich weiss, selbst schuld.
    Der nächste Tag, ich bemächtigte mich des Fahrzeugschlüssels, säuberte die Scheiben, raparierte zum Erstaunen der anderen den Scheibenwischer, füllte die Wischwasseranlage, das Vordere Fahrwerk war an den Querlenkern augenscheinlich ausgeschlagen – kein Wunder bei den Strassen und der Fahrweise … ich wusste nur es sollte zurück gehen – machte meiner Frau begreiflich, das der Wagen in eine Werkstatt gehört, da Lebensgefahr, sie informierte ihren Bruder, der wollte das schnell regeln …
    Meine rund 50 Pakete waren in Ufa eingelagert, auf 4 Pakete musste noch gewrtet werden – auf Nachfrage kann ich gerne noch weitere Einzelheiten, welche ich auch beweisen kann, einem interessierten schildern.
    Kurz und knapp, dass meine Frau Tatarin ist, wusste ich, dass Tataren Muslims sind auch, in Deutschland war davon bei meiner Frau allerdings nichts zu merken, – auch kein Kopftuch 🙂 – hier war alles anders und ich war nur belogen worden. Meine Schwiegermutter, soweit ich es beurteilen kann, hoch intelligent, – aber leider fanatische, ultrakonservative Muslima, – sie bildet sich ein, da sie Alt Arabisch gelernt hat, die Einzige zu sein, die den Heiligen Quran richtig lesen, ins Russische übersetzen und zu deuten vermag. Mein Schwiegervater ( Mitte 70 ) zwar kein Apoplex-Patient, aber – so sehe ich es, schwer psychisch krank, – war der Chef … egal was er sagte es wurde gemacht – keiner durfte etwas dagegen sagen. Meine Schwiegereltern lebten schon seit Jahrzehnten in dieser Wohnung ( 3 Zimmer) getrennt – Schwiegermutter nun im Wohnzimmer -vorher in dem Zimmer, in welchem meine Frau, unser Sohn und ich bis endlich die avisierte Wohnung kam leben sollten – im 3. Zimmer, mein Schwiegervater … ein tolles Klima … Nebensächlichkeiten, wie das „versprühen“ der Nasen und Rachenraum-Sekrete durch meinen Schwiegervater überall, auch in der Küche über dem Geschirr – das meinem Schwiegervater eingeredet wurde, oder er sich nur einbildete und niemand widersprach – das mein Soh, sein Sohn sei – auf der Datscha wunderte ich mich schon …. Sonntag Morgen tanzte er, meinen Sohn im Arm, vor mir herum, singend “ Mein Sohn, mein Sohn … “ das hatte er auf Deutsch gelernt … ich wurde als Amerikanski, der seinen Tisch entehrt beschimpft …. – ich versuchte nur noch meine Frau, die mir nur aus dem Weg ging zu sprechen, ohne das der Kleine oder sonstwer dabei ist. Nach einigen Tagen voller Perversitäten und geisteskranken Handlungen gelang es mir auch “ Ich dürfte über ihre Eltern keine Schlimmen Dinge sagen, sonst straft mich Allah “ – ich wollte nur noch weg … aber mein Sohn, – mein gesamtes Eigentum auch noch – vielleicht wird alles besser wenn wir die Wohnung haben … die derzeitigen Mieter seien noch dabei auszuziehen hieß es …. am 19. November 2012 konnten wir, meine Frau kannt die Wohnung angeblich auch nicht von innen, die 2 Zimmer – Wohnung besichtigen . Ihre Familie hatte sie an “ Gastarbeiter – Usbeken “ für sehr viel Geld vermietet. In Russland kennt man das vermieten von Wohnungen im allgemeinen nicht, – jede Wohnung gehört irgendeinem der Familie auf dem Papier, wo man lebt ist eine andere Frage. Pures Entsetzen …. kein Wasser, ausser ein 1/2″ Stahlflexschlauch mit Absperrer – kein Strom wie hier, nur eine 2adrige ca. 6mm² Aluleitung die vom Anschluss her irgendwo herumlag wo sie benötigt wurde – die Mieter hatte ihre Notdurft auf dem Par4kettboden und gegen die Wände verrichtet – einfach nur unbeschreiblich …
    Aber, ich habe ja ausser einer akademischen Ausbildung auch noch was vernünftiges gelernt und – die Hoffnung stirbt zuletzt – ich wollte mit meiner Familie irgendwo leben, – bestimmt nicht in der Wohnung mit den Schwiegereltern !!!
    Geld hatte ich noch, meine Frau sogar noch mehr asls ich, – das Baumaterial war im Vergleich zu Deutschland, selbst Deutsche Markenprodukte, spottbillig – verkauft, wie überall in Russland durch die Franzosen 🙂
    Ein bekanntes skandinavisches( Holländisches) Möbelhaus, eine Französische Baumarktkette und ein Französisches Shoppingcenter mit Lebensmittel Abteilung findet man in allen etwas grösseren Städten dort, immer nahe zusammen … das Familien-Ausflugsziel am WE 🙂
    Ok, ich legte los – alles entkernen ( Beton ) per Hand in Eimern entsorgen ( 3. Etage ) und neu, nach Deutscher Norm wieder aufbauen, ab diesem Jahr müssen die Haushalte dort sowieso alle einen Gaszähler, Warm-u.-Kaltwasser-Zähler sowie einen Stromzähler eingebaut haben, folglich alles gleich richtig, mit allem notwendigen, – Baumaschienen habe ich größtenteils sovwieso gehabt und auch nach RU gesandt. Was ich nicht hatte, habe ich vorsichtshalber in DE noch gekauft – habe meine Frau immer um Links zu dortigen Geschäften gebeten, diese auch etrhalten, verglichen, umgerechnet und egal was kommt, schaden kann es nicht, – gekauft.
    Am 17. Februar, bis dahin schlief ich immer noch bei den Schwiegereltern – zwischenzeitlich war nur Stress, so sollte ich zum Beispiel meine Schwiegereltern- den Alten um Erlaubnis fragen, wenn ich meinen Sohn sehen wollte, – einmal stürzte er sogar einfach in das Zimmer rein und rißß mir meinen Kleinen, welcher ich auf dem Rücken liegend den Kleinen auf meiner Brust hielt, mir einfach wild schreiend aus dem Arm !!! Vollständig geisteskrank – aber keiner sagt etwas oder sorgt für fachärztliche Behandlung .. Zitat “ In unserer Gesellschaft gibt es keine psychisch Kranken !!! “ Jedenfalls an diesem 17. Februar versperrte der Alte mir Morgens den Weg als ich auf die Baustelle wollte, schrie rum, meine Frau erschien, und übersetzte “ Verstorbene, Leichen, haben sich in der letzten Nacht bei ihm beschwert, das ich das Auto so geparkt hätte, dass sie nicht ungehindert ins Haus hinein und hinaus könnten“ Ich staunte – wusste nicht was ich sagen sollte, dass Fahrzeug war ein Chevrolet-Niva, den ich von meinem Schwager wegen der Bauarbeiten und Materialtransport zur Verfügung gestellt bekommen hatte, – ich hatte ihn vor dem Haus geparkt, die letzten 3 Tage nicht bewegt, und der Alte konnte vom Küchenfenster aus nicht kontrollieren, wann ich das Fahrzeug bewege … das war der Hintergrund … ich fragte meine Frau nur nocvh, ob es ihr ernst sei, mir solchen Schwachsinn zu übersetzen, ich würde auf keinen fall, das Kfz – minus 25 Grad C seit Tagen, – anwerfen und 5 M. bewegen, damit der Alte seinen Kontrollzwang ungehindert ausüben kann – es kam zum Eklat, – ich nahm die Schlüssel, – Kfz und Wohnung der Eltern, ging zurück, nahm mein Gepäck, drückte die Schlüssel meiner Frau in die Hand und siedelte auf die Baustelle um – Überlebenstraining Land. Wie schon die ganze Zeit, meine Frau hatte mir für ein 2. Mobiltelefon welches ich aus DE mitgebracht hatte, eine Beeline Simkarte gegeben, – anrufen konnte ich sie wie gehabt nur, wenn sie an der Uni oder irgendwo sonst war, – sms wurden auch nur dann beantwortet, – ihre Eltern hatten ihr wohl verboten mit mir zu telefonieren … die deutsche sim aus meinem Mobiltelefon Nr.1 war schon im Nove,ber wie durch Zauber verschwunden – mit ihr leider auch alle Rufnummern – muss wohl “ rausgefallen sein“ das Gerät5 lag in einem Regal im Zimmer meiner Frau, wurde mir erklärt – was auch sonst?
    So ging es weiter …. am 22. April, wurde ich bewusstlos auf der Baustelle aufgefunden, an die letzten Tage, ein WE, habe ich keine Erinnerung … man vermutete Herzinfarkt oder Schlaganfall, es kam sogar ein spezieller Notarzt, d.h. 2 Ärzte und 2 Krankenschwestern … in der Wohnung kam ich jedenfalls wieder zu Bewusstsein, Zugang,2 angeschlossnen Infusionen, Kabel überall … irgendetwas verstand ich, – mit Natrium – dann bekamm ich etwas in die Vene, mir wurde siedend heiss – ich sah noch auf dem Monitor 270/110 Blutdruck – und war wieder weg …. im Krankenhaus wieder wach – jede Menge Ärzte und Schwestern um mich, den Niemetzki/ Germanski herum – keiner sprach Deutsch/ Englisch oder Französisch, ich verstand kaum etwas, meine Frau erschien auch …. ich konnte sowie nur mit Mühe etwas sagen … irgendwann kam ich in den Schlafsaal – ich könnte sehr viel über dieses Krankenhaus schreiben – ein Kardiologe konnte etwas Deutsch 🙂 – die Stationsschwester etwas Englisch – alles andere … einfach anders, nicht mit Deutschland vergleichbar – eine andere Welt !
    Nach insgesammt 2 Monaten bestand ich auf meine Entlassung gegen den Widerstand der Ärzte – alle Röntgen-CT – MRT – Untersuchungen, alle speziellen Medikament mussten extra bezahlt werden, ich konnte kaum gehen, aber der Chefarzt gab mit eine spezielle Spritze, so das ich unter grossen Anstrengungen aber immerhin, dass Krankenhaus verlassen konnte.
    Wieder auf meiner Baustelle, es war noch viel zu tun, aber das Gröbste, die schwersten Arbeiten hatte ich bis April geschafft – Bilder kann ich gerne von innen und aussen zur Verfügung stellen – ebenso wie sms von meiner Frau…
    Ich hatte eine Liste mit Medikamenten, schleppte mich zu einer der vielen Apotheken in der Nähe und kaufte mir das beschriebene. Mit meinen Finanzen sah es nun ziemlich bedenklich aus – immerhin konnte ich im Krankenhaus etwas Russisch von den Mitpatienten lernen, – ich lernte sehr viele, sehr nette Menschen kennen, bekam viele Einladungen, welche ich leider nie wahrnehmen konnte.
    Mir ging es wirklich “ dreckig“ aber irgendwie musste es weiter gehen, Freunde in DE, welche ich per sms über das Mobiltelefon eines anderen Patienten, die Rufnummer hatte ich zum Glück in der Brieftasche, informierte, haben mehrmals das Auswärtige Amt in Berlin aufgesucht und Alarm geschlagen. Das erfuhr ich nun, – der Chefarzt hatte, da er in Deutscher Sprache, welche er nicht verstand, meine Frau zu Hilfe geholt – vereint wurden die Deutschen Anrufer nun beruhigt – mir geht es blendent. Immerhin hatte meine Frau während meiner Abwesenheit einen Internetzugang in die Wohnung legen lassen. Ich hatte einen Monitor, Motherboard und andere Kleinteile aus DE nach Ufa geschickt, besorgte mir nun noch das fehlende und baute mir einen PC – meine alte HD hatte ich auch mit meinen Daten. Ich nahm wieder Kontakt zu meinen Freunden auf – da erschien meine Frau, sah was los war – 30 Minuten später war das Net abgestellt …
    Einige Tage später, ich lag nur noch auf dem Boden, wahnsinnige Schmerzen – Versuche meine Frau mittels Anruf zu erreichen – keine Antwort – sms – keine Antwort, – nach ein paar Tagen erschien sie mit ihrem möchtegern Oberleutnat, meinem Schwager, ich lag auf der Erde konnte nicht aufstehen, – er sprang um mich rum : “ Reparieren, rabota, davai, davai “ … ich wollte wieder ins Krankenhaus, hielt die Schmerzen kaum aus, – sms und Anrufe an meine Frau… Antworten per sms “ Notarzt kommt nicht, er kann kein Deutsch“ mir viel nur noch der Polizeinotruf ein, ich schrieb an meine Frau mein Vorhaben, A.: “ ruf die Polizei an und Du kommst nach Sibirien“ um Hilfe rufen, die Nachbarn rufen, sms an meine Frau A.: “ trufe, dann kommst Du in die Psychiatrie „, ok, – irgendwie durchhalten, Nahrung hatte ich auch keine mehr, 20 Kg Gewicht hatte ich schon verloren, – 5 Kg waren sowieso zu viel 🙂 – ein paar Tage später erschien meine Frau, oh Wunder, sie brachte mit mehrere Sritzenbestecke und eine Packung Ketanol-Ampullen. Ein Mittel, welches hier in der Notfallmedizin und zur Einleitung von Narkosen Verwendung findet, aber keinesfalls frei erhältlich ist und auch nicht über längere Zeit genommen werden darf. Sie erklärte mir, dass sie kein Geld habe, zwei Internet, ( das für ihre Mutter ) und für mich zu bezahlen, und auch nicht für meine Ernährung etc. – ohne Arbeit nichts zu essen. Ich quälte mich immer weiter …. “ Die Deutschen haben unser Haus in Sewastopol bombardiert, nun soll ein Deutscher Avrora ( Strassenname d. Baustelle) wieder aufbauen “ – die Eltern ihrer Mutter waren Krimtataren, die Mutter selbst aht dieses Haus nie gesehen, da zu jung, ihre Eltern wurden von Stalin nach dem Krieg nach Baschkortostan, denn da lebten auch Muslime, deportiert. Ich wollte meinen Sohn sehen, “ für deinen Sohn hast du nichts, nur Krankheit und kein Geld, aber lange Zunge ohne Knochen“ * “ Du kannst kein Russisch, der Kleine ist jetzt in dem Alter, Wörter zu lernen, wenn er Deutsche Wörter hört, wird er auch Faschist “ alles Zitate per sms, welche ich nachweisen kann. Ich quälte mich weiter, 1-2 mal im Monat kamen Kontrollbesuche meiner Frau und ihres Bruders, wenn ich genug gearbeitet hatte, erhielt ich sogar einen Beutel verschimmelter Kartoffeln, evtl. ein paar Zwiebeln und sogar etwas Buchweizen.
    Wenn ich Material brauchte, bekam ich es manchmal, musste immer aufschreiben und beschreiben, was ich genau brauche. Ende 2013 war ich fast fertig… ich bin linkshänder, aber den linken Arnm konnte ich nicht mehr heben … also verputzte ich die Wände nur mit dem rechten Arm und Hand …. das Jahr 2014 begann, ich war mit den Baumassnahmen fertig, meine Frau und ihr Bruder erschienen weiterhin 1-2mal im Monat, natürlich unangemeldet, und wenn ich die Wohnungstür von innen verschlossen hatte gab es Terror und mir wurde wieder mit Polizei und Sibirien, wo man mich dann schon unter irgendeinem Vorwand hinbringen würde gedroht.
    Im Haus gegenüber haben Advokatü ihr Büro im Untergeschoss auf gemacht – eines Tages schleppte ich mich rüber, die Sekretärin konnte Englisch und dolmetschte den Rechtsanwälten, diese hatten einen Freund, auch RA, der perfekt Englisch sprach, u.a. 1 Jahr in Glaskow studiert hatte, der wurde heran geholt …. man riet mir so schnell wie irgend möglich nach DE zurück zu kehren, der Clan, diese Familie war bekannt, diese Frau hätte in Ufa zumindest, niemals einen Ehemann gefunden … Geld hat die Sippe,- aber keinen Stammhalter, der Bruder meiner Frau hat auch „nur“ eine Tochter …. keiner will mit denen näheren Kontakt und die sind überall verteilt, Moskau, Kazan,Ufa, einige hundert Familienmitglieder – ich habe nie welche ausser den vorgenannten kennen gelernt. Einen Prozess, Anzeigen usw. redete man mir aus – Korruption, ein Deutscher hat keine Chance ohne viel Geld, welches im Voraus bezahlt werden muss. Aber man half mir, einen neuen Internetanschluss zu erlangen !!! Das Jahr 2014 begann mit dem Eklat – die Politik der USA und EU, allen voran Deutschland liessen die Preise schon im Februar explodieren – niemand hatte für Deutsche in der breiten Masse Verständnis !!! Arthur, mein englischsprachiger RA half mir sehr, per Net Kontakt zu meinen Freunden, diese informierten wieder das AA, das AA informierte die Deutsche Botschaft Moskau, diese ihre Aussenstelle in Jekatarinenburg, welche mich anriefen – helfen konnten sie mir auch nicht, meine Freunde schafften es, meinen Bruder, dessen Rufnummer ich auch nicht mehr hatte, – war alles auf der Sim, – zu informieren, sie schickten mir in der Zwischenzeit schon Geld per Western Union – letzentlich war es mein Bruder, der dann dafür sorgte, das ich nur mit einer Reisetasche und einem Rucksack mit den wichtigsten Papieren wieder nach Deutschland kam. Hier, sofort zum Arzt, Krankenhaus, wieder Krankenhaus, jetzt in prästationärer Behandlung, mit starken Schmerzmitteln ( Opiaten ) kann ich wenigstens einig Meter gehen – Rechtsanwalt und internationalen Sozialdienst eingeschaltet, – Kindesentführung liegt nicht vor, da ich so dumm war, der Ausreise zuzustimmen – unterlassene Hilfeleistung, Mordversuche ( einmal mit Strom ) usw. usw. ich kann nichts machen, kein Grund für einen internationalen Haftbefehl, Verbrechen die im Ausland verübt werden, sind hier nicht unbedingt strafbar. Meine Frau ist gut vernetzt, Alumniclub, DaAD, usw. sie wird irgendwann wieder bestimmt in den Schengenraum zu irgendwelchen Treffen reisen, wahrscheinlich auch unseren Sohn dabei haben, ich werde es nie erfahren und kann nichts tun. Meinen Sohn werde ich wohl nie wieder sehen, die Sippe ist froh, das die Bruchbude auf neuestem technischen Stand und vom Feinsten eingerichtet und gestaltet ist – der dumme Deutsche ist weg – der letzte Kriegsgefangene hat seine Pflicht getan, – mein gesamtes Eigentum, Kunstgegenstände, Sammlungen, sehr viele wertvolle Bücher, zum Teil seit 200 Jahren im Familienbesitz, – alles verloren. Kontakt zu meiner Frau habe ich nicht, emails werden nicht beantwortet, wahrscheinlich landen sie im Spamfilter. Den grossen Vaterländischen Krieg, vergisst dieses Volk nie, – am 9. Mai 2013, lag ich im Krankenhaus in Ufa, das Einzige wirksame Schmerzmittel welches es dort gibt ist Alcohol absolutum ( 96,8% ) der wird dort oral genossen – in der Nacht zum 9. Mai, ein Patient hate ein Noti mit TV- Empfang, Propagandafilme die ganze Nacht ( Kriegsfilme, auf Deutsch mit Russischem Untertitel ) aber man beschloss, ich bin kein Faschista 🙂 ein Patient war als junger Soldat in der DDR, er sprach nach einer Woche plötzlich etwas Deutsch … wie beschrieben, im Krankenhaus lernte ich sehr viele nette und freundliche Menschen kennen. Anfangs reserviert und abwartend aber ohne deren Hilfe, – Lebensmittel, welche deren Besuch ihnen mitbrachte, – ich bekam immer etwas ab. Ein junger Leutnant, welcher mit zertrümmerter Schulter mir gegenüberlag, brach beim Abschied in Tränen aus, seine Mutter, welche etwas Deutsch konnte, rief mich zur Russischen Weihnacht noch an um mir Glück zu wünschen. Die Menschen dort, hatten 2013 schon NICHTS …. seit 2014 NOCH WENIGER !!!
    Hier im Krankenhaus bekam ich einen Zettel für Beschwerden – ich musste lachen – einen der Patienten von dort, hier in ein Krankenhaus …. die würden freiwillig bis zu ihrem Lebensende hier im Paradies bleiben.
    Vielleicht steht der Eine oder die Andere vor einer ähnlichen Entscheidung, wie ich 2012 …
    Wie sagte meine Ehefrau auf meine Frage warum sie so verändert sei … “ Hier bin ich zuhause, nicht in Deutschland, – hier ist Russland “ – DE war wohl nur die Propagandaphase – jenden Morgen steht ein dummer auf …. in dem Fall war ich es.
    Ps.: Dieses war nur die Kurzfassung, alles zu schildern, hätte den Rahmen vollständig gesprengt, ich stand mehrmals kurz davor eines der Sujekte dieser Sippe handgreiflich zu bearbeiten – aber egal was kam, ich hatte mich in der Gewalt, sonst wäre ich nicht wieder hier, bestimmt nicht aus Kräftemangel 🙂
    Man möge es mir bitte nicht verübeln, ich war nie Rassist oder Antisemit ( womit ich nicht das Judentum sondern andere der Sem ( 7) meine) … aber trotz meiner nach -wie -vor mir eigenen Toleranz werde ich mich zumindest auf absehbare Zeit, best möglich fernhalten.

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  • #22843

    Manfred Gillesen
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    Wirklich eine sehr schöne Zusammenstellung! Ich bin immer wieder dankbar, wenn ich erfahren kann, wie es momentant in Russland so abgeht. TolL!

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