Kwas – der erfrischende und gesunde Brottrunk

KwasNicht umsonst gehört Kwas (Russisch.: квас) in Russland seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Erfrischungsgetränken. Er fördert die Verdauung, ist gut für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem, wirkt antibakteriell und sorgt für allgemein besseres Befinden. Seine heilende Kraft führt man auf die im Kwas enthaltenen Vitamine, freie Aminosäuren, Mikroelementen und Milchsäure zurück. Früher hat in Russland so gut wie jeder seinen eigenen Kwas gemacht. Mönche, Bauern, Ärzte, Adlige und sogar Soldaten haben uns eine unzählige Menge an Rezepten hinterlassen. Damals hat man jedes saure Getränk Kwas genannt. Gebraut wurde es aus Früchten, Beeren, Honig mit Gewürzen und Kräutern, und natürlich auch aus Brot. Wer heute das Wort Kwas hört, denkt vor allem an einen Brottrunk mit süß-saurem Geschmack und Brotaroma. In Russland gibt es heute in Flaschen abgepackten Kwas in vielen Geschäften zu kaufen. Doch selbst gemacht, schmeckt er ganz anders. Einfach ausprobieren!

Zutaten
250 g Roggenbrot
100 g Zucker
20 g Hefe
2 L Wasser
nach Geschmack Rosinen

Zubereitung

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  1. Das Brot in dünne Scheiben schneiden und in einer trockenen Pfanne oder im Ofen dunkelbraun werden lassen, bis es trocken ist.
  2. Das Brot in kleine Stücke brechen, mit kochendem Wasser übergießen und zugedeckt für 4 Stunden warm stellen.
  3. Hefe in wenig lauwarmen Wasser auflösen und mit Zucker vermischen.
  4. Den Brotaufguss absieben und die Flüssigkeit auffangen.
  5. Die Hefe-Zucker-Masse in die Flüssigkeit geben und 10 Stunden an einer warmen Stelle ziehen lassen.
  6. Fertigen Kwas abseihen, in Flaschen abfüllen und ein paar Rosinen hinein geben. Flaschen fest verschließen und kalt stellen. Nach drei Tagen ist Kwas fertig.

Nicht umsonst gehört Kwas (russ.: квас) in Russland seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Erfrischungsgetränken. Er fördert die Verdauung, ist gut für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem, wirkt antibakteriell und sorgt für allgemein besseres Befinden. Seine heilende Kraft führt man auf die im Kwas enthaltenen Vitamine, freie Aminosäuren, Mikroelementen und Milchsäure zurück.

Früher hat in Russland so gut wie jeder seinen eigenen Kwas gemacht. Mönche, Bauern, Ärzte, Adlige und sogar Soldaten haben uns eine unzählige Menge an Rezepten hinterlassen. Damals hat man jedes saure Getränk Kwas genannt. Gebraut wurde es aus Früchten, Beeren, Honig mit Gewürzen und Kräutern, und natürlich auch aus Brot. Wer heute das Wort Kwas hört, denkt vor allem an einen Brottrunk mit süß-saurem Geschmack und Brotaroma. In Russland gibt es heute in Flaschen abgepackten Kwas in vielen Geschäften zu kaufen. Doch selbst gemacht, schmeckt er ganz anders. Einfach ausprobieren!

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9 Kommentare zu “Kwas – der erfrischende und gesunde Brottrunk”

  1. Frank

    Hallo, leider ist mir nach längerer Recherche im Internet immer noch nicht klar, welche Hefe man verwendet (Hefe zum Hefekuchenbacken wie sie es in Würfelform in Supermärkten gibt oder Sauerteighefe zum Backen von Sauerteigbroten….).
    Weinhefen werden ja sicherlich nicht gemeint sein.
    Im Web schreibt man auch von „Bäckerhefe“, wobei dabei wiederum nicht klar ist ob dabei die eine oder die andere oben genannte Hefen (Sauerteig oder Backhefe) gemeint ist.

    • Anastassia

      Hallo Frank,
      für Kwas nimmt man dieselbe Hefe wie für Kuchen.

  2. Olga

    So schmeckt mir mein Kwas am besten:
    (Morgens / am Vortag)
    Brot aus 60-ml-Glas Getreide trocken und braun backen.
    (Nachmittags / Abends)
    Klein gewürfelten Brotstücke mit ca. ½ L kochendes Wasser (es kann auch etwas mehr sein) übergießen und abkühlen lassen. Wenn die Masse lauwarm ist, ¼ TL Trockenhefe, ca. 1 EL Honig und 1TL Rosinen und etwas Joghurtwasser=Milchsäurebakterien rein (weil ich kein Sauerteigbrot verwende). Sobald es auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, in den Kühlschrank stellen, Deckel nur lose drauf legen, nicht fest verschließen, weil Kwas gärt.
    (Am nächsten Abend)
    Nach ca. 24 Std. im Kühlschrank den Kwas durch den Kaffeefilter (Feinfilter aus Metall) absieben. Jetzt ist er trinkfertig und hält sich nicht lang – je länger er steht, desto mehr Alkohol bildet sich, deshalb schnell trinken.

  3. Tobias

    Vor knapp einer Woche habe ich euer Kwasrezept ausprobiert. Als Hefe habe ich normalen Backhefe verwendet, weil hier keine näheren Infos stehen. Heute beim Aufmachen der ersten Flasche hat es mir dieses Brotgesöff quer durch die Küche gespritzt. Ich habe nun Angst, dass die andern Flaschen im Keller explodieren. Was habe ich falsch gemacht? Wie kriegt man das süsser und alkoholischer hin?

    • Anastassia

      Hallo Tobias,
      wir haben das Rezept natürlich selbst ausprobiert, bevor wir es publiziert haben (siehe auch Foto), und alles hat gut geklappt. Nun haben wir zu dem Thema noch mal recherchiert. Wenn zu viel Gärungsgas entsteht, wird empfohlen, die Flaschen immer wieder vorsichtig aufzumachen und den Druck abzulassen. Es ist auch wichtig, die Flaschen kalt zu stellen, um den Gärungsprozess zu stoppen. Die Gärung kann man auch früher unterbrechen und den Kwas, z. B., nur 6 Stunden gären lassen. Eine andere Möglichkeit ist, weniger Hefe, z. B., nur 5 g pro Liter Wasser zu nehmen.
      Generell gibt es sehr viele Kwas Rezepte mit unterschiedlichen Verhältnissen zwischen Wasser, Hefe, Brot und Zucker. Die Gärung hängt auch von der Hefe ab. In diesem Rezept wird Kwas mit frischer Backhefe gemacht.
      Um mehr Alkoholgehalt zu bekommen, lässt man den Kwas länger gären, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Süßer kriegt man ihn, indem man mehr Zucker hinzufügt. Mit der Süße kann man experimentieren und beim Abfüllen jeder Flasche unterschiedliche Mengen Zucker hinzufügen, z. B., ein Esslöffel oder zwei. Das ist Geschmacksache.

      • Tobias

        Danke vielmals für die ausführliche Rückmeldung. Vielleicht war ich etwas groszügig mit Zucker

  4. Genau so ein Rezept habe ich gesucht! Kwas habe ich hier erst in Deutschland das erste mal getrunken, bei uns in Kasachstan hat das irgendwie keiner getrunken oder ich kann mich nur nicht erinnern.
    Naja aufjedenfall habe ich mir das in einem typischen russischen Supermarkt gekauft und fand das dort schon sehr lecker. Jetzt werde ich mir aber den Kwas mal selbst machen.

    Danke für das Rezept

    Dima

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