Balalaika

Balalaikas

Balalaikas

Die Balalaika (russisch: балалайка) ist das bekannte dreieckige russische Zupfinstrument mit Plektron, langem Hals, Bünden und dreieckigem Schallkörper. Es hat nur drei Saiten, wobei zwei davon gleich gestimmt sind. Trotz der einfachen Form und Ausführung, klingt Balalaika in den Händen eines richtigen Meisters überraschend vielfältig und berührt nicht nur die russische Seele.

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Die Entstehung der Balalaika ist nicht ganz klar. Manche zählen sie zur Familie der Gitarren und behaupten, dass bereits die alten Griechen den Klang ihren Kitharas genossen haben sollen. Namentlich wird Balalaika zum ersten Mal im Jahr 1688 in einer historischen Schrift erwähnt. Das Dokument erzählt von zwei Gauklern, die fürs Spielen von Balalaika verhaftet, verprügelt und verbandt worden sind. Denn damals waren alle russischen Volksinstrumente durch Zar Aleksej verboten. Er befahl sogar, die Instrumente zu sammeln und zu verbrennen. Diejenigen, die es wagten, die Instrumente zu behalten und gar zu spielen wurden streng bestraft.

Erst im achtzehnten Jahrhundert kam die Balalaika wieder aus dem Untergrund und wurde populärer denn je. Bauernburschen brachten damit die Herzen der Dorfschönheiten zum flattern, und professionelle Musiker verliehen damit sogar Opern eine frische Note. Doch dann wurde das dreieckige Wunder durch neue modische Instrumente verdrängt und geriet wieder in Vergessenheit.

Balalaikas in Mandrogi

Balalaikas in Mandrogi

Ende des neunzehnten Jahrhunderts hörte zufällig ein junger Gutsherr und Musiker Wasilij Andreew seinen Diener Balalaika spielen und hat sich sofort darin verliebt. Nachdem er es gelernt hatte, mit dem Instrument umzugehen, beschloss er, es zu verbessern. Sein erster öffentlicher Auftritt im Jahr 1886 war eine echte Sensation. Er gab weitere Konzerte und gründete eine Gruppe, in der die Mitglieder Balalaikas unterschiedlicher Größen spielten. Andreew erweiterte das Instrument auf sechs verschiedene Größen und Stimmungen. Doch sein Ziel war es, das tolle Instrument, beim Volk wieder beliebt zu machen. Und so begann er, Soldaten das Spielen beizubringen. Jeder Soldat, der von ihm unterrichtet wurde, durfte nach der Entlassung eine Balalaika mit nach Hause nehmen.

Dank Andreew entdeckte nicht nur Russland, sondern auch das Ausland die Balalaika wieder. Seine Vorstellungen waren in Deutschland, Frankreich, England und Amerika stets ausgebucht.

In den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eroberte das einst verbotene Volksinstrument schließlich auch die Herzen renommierter Komponisten. Sergej Wasiljenko schrieb eine Suite für Balalaika und Klavier, und Ippolitow-Iwanov kreierte ein Musikstück für Balalaika und Symphonieorchester. Sie haben gezeigt, das Balalaika nicht nur fürs spielen der russischen Volkslieder gut ist, sondern auch richtige musikalische Herausforderungen meistern kann. Inzwischen hat die Balalaika ein vielfältiges und abwechslungsreiches Repertoire und schafft es, die Kenner und die Laien mit ihrem spezifischen Klang zu faszinieren.

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