Geschichte von St. Petersburg

Denkmal für Peter den Großen in St. Petersburg

Denkmal für Peter den Großen in St. Petersburg

Die relativ junge Stadt St. Petersburg blickt auf eine turbulente Geschichte zurück. Zar Peter der Große gründete St. Petersburg im Mai 1703. Damit verfolgte der von Europa begeisterte Zar zwei Hauptziele:

  1. Das russische Volk an die zivilisierte westeuropäische Lebensart heranzuführen
    und
  2. Russland von seinem bäuerlich-barbarischen Image zu befreien.

Der Bau von St. Petersburg begann mit der Grundsteinlegung für die Peter-Paul-Festung. Die Stadt wurde auf sumpfigen Boden praktisch aus dem Nichts errichtet. Oft heißt es, Tausende einfache Arbeiter seien beim Bau von St. Petersburg ums Leben gekommen. Doch diese Aussage ist umstritten, weil bei den Ausgrabungen bisher keine Massengräber gefunden worden sind.
Die ersten Bewohner von St. Petersburg waren Soldaten, Matrosen und Bauern aus den umliegenden Dörfern. Der russische Adel zog erst später und eher wiederwillig nach.
Von 1712 bis 1918 war St. Petersburg die Hauptstadt des Russischen Reiches sowie das politische und kulturelle Zentrum Russlands.

Wichtige Ereignisse in der Geschichte von St. Petersburg

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1703: Gründung von St. Petersburg
Der Geburtstag der Stadt wird jedes Jahr am 27. Mai gefeiert.
Events und Feste in St. Petersburg
1703: Erstes Handelsschiff legt im Hafen von St. Petersburg an
1712: St. Petersburg wird Hauptstadt des Russischen Reiches
1725: Gründung der St. Petersburger Wissenschaftsakademie
1762: Fertigstellung des Winterpalastes
1764: Zarin Katarina die Große bekommt wertvolle Gemälde als Schuldentilgung. Diese Privatsammlung der Zarin war der Anfang des Eremitage-Museums.
1782: Eröffnung des Denkmals für den Zaren Peter der Große. Das Denkmal gilt als erstes Bildhauerwerk nicht nur von St. Petersburg, sondern von ganz Russland. Das Denkmal wird auch nach dem Gedicht von Alexander Puschkin „Der eherne Reiter“ benannt (geschrieben 1833).
1824: Die schlimmste Überflutung in der Geschichte von St. Petersburg
1825: Dekabristen-Aufstand
1837: Eröffnung der Eisenbahnlinie zwischen St. Petersburg und Zarskoje Selo. Das war die erste Eisenbahnlinie in Russland.
1881: Ermordung des Zaren Alexander II. Am Tatort wurde später die schöne Christi-Auferstehungskirche, auch Blutkirche genannt, errichtet.
1890: In St. Petersburg und Umgebung lebt über eine Million Menschen
1898: Eröffnung des Russischen Museums
1905: Blutiger Sonntag. Ca. 140.000 Arbeiter zusammen mit Frauen und Kindern marschieren friedlich zum Winterpalast, um dem Zaren Nikolaus II. eine Petition über die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zu überreichen. Die Demonstration wird auf Befehl des Zaren brutal niedergeschlagen. Das war der Anfang der ersten Russischen Revolution.
1907: Eröffnung der ersten Tramlinie
1917: Start der Oktoberrevolution
1918: Moskau wird wieder Hauptstadt von Russland
1941-1944: Belagerung von St. Petersburg durch deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg
1955: Eröffnung der St. Petersburger Metro
1990: Das historische Zentrum von St. Petersburg wird in die Liste des UNESCO Welterbe aufgenommen
2003: St. Petersburg feiert 300-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird in der Stadt viel renoviert.

Die Namen von St. Petersburg

Im Laufe der Geschichte wurde der Name der Stadt mehrmals geändert:
1703 -1914: Sankt Petersburg
1914 -1924: Petrograd (Änderung wegen des Ersten Weltkrieges, weil der ursprüngliche Name deutsch klang)
1924 -1991: Leningrad (Nach dem Tot von Wladimir Lenin)
seit dem 6. September 1991: Sankt Petersburg

Unabhängig vom offiziellen Namen wird St. Petersburg im Volksmund einfach „Piter“ (russ.: Питер) genannt.

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