St. Petersburg von Cecilia Bartoli

Limited Deluxe Edition des Albums St. Petersburg von Cecilia Bartoli

Limited Deluxe Edition des Albums St. Petersburg von Cecilia Bartoli

Das Album St. Petersburg von Cecilia Bartoli erschien am 10. Oktober 2014.

Die italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli präsentiert in ihrem neuen Album St. Petersburg Arien aus Opern des Barock und der Frühklassik. Am Hof der russischen Zaren im 18. Jh. sehr beliebt, gerieten sie später in Vergessenheit. Mit ihrer klangvollen Stimme erweckt Cecilia Bartoli die Arien zum neuen Leben. Die weltberühmte Mezzosopranistin singt auf Italienisch und zum ersten Mal auf Russisch.

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Über das Album St. Petersburg von Cecilia Bartoli

Cecilia Bartoli in einem langen weißen Mantel mit langen offenen Haaren und Krönchen.

Cecilia Bartoli – St Petersburg: Foto © Decca/Uli Weber

Für das Album durfte Cecilia Bartoli im Archiv des Mariinski Theater in St. Petersburg recherchieren. Dort entdeckte sie seit über 200 Jahre verlorene Schätze, die zu den ersten in Russland aufgeführten Opern zählen.

Das Interesse von Cecilia Bartoli an Russland ist nicht verwunderlich. Denn es waren italienische Meister, die den Grundstein für die Entwicklung der nationalen russischen Oper legten. Einer davon war Francesco Domenico Araja, Komponist und Kapellmeister am Hof der Zarin Anna Ioanowna. Mit der Aufführung von Arajas Oper „La forza dell’amore e dell’odio“ im Januar 1736 begann die Geschichte des russischen Operntheaters. Die Arie „Vado a morir“ aus dieser Oper eröffnet das Album von Cecilia Bartoli.

Den zweiten und dritten Titel des Albums St. Petersburg singt Cecilia Bartoli auf Russisch. Es sind zwei Arien aus der Oper „Altsesta“ des deutschen Komponisten Hermann Friedrich Raupach. 1758 in Peterhof uraufgeführt, war dies die zweite in russischer Sprache verfasste Oper. Das Libretto schrieb Alexander Sumarokow, einer der wichtigsten russischen Dichter des 18. Jh.

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In ihrem Album präsentiert Cecilia Bartoli auch eine Arie aus der Oper „La clemenza di Tito“ von Johann Adolph Hasse. Die gewählte Arie schrieb jedoch der italienische Komponist und Violinist Luigi Madonis anlässlich der Krönung der Zarin Elisabeth im Frühjahr 1742. Zusammen mit dem Gei­gen­vir­tu­o­sen und Komponisten Domenico Dall’Oglio war er lange Zeit am Hoforchester der russischen Zaren tätig.

Portrait von Cecilia Bartoli mit weißer Fellmütze und weißem Mantel mit hohem Kragen.

Portrait von Cecilia Bartoli. Foto © Decca/Uli Weber

Drei Arien, die Cecilia Bartoli für ihr Album St. Petersburg wählte, stammen aus der Oper „Carlo Magno“ des italienischen Komponisten und Musiktheoretikers Vincenzo Manfredini. Der Meister lebte von 1755 bis 1769 in Russland. Die Zarin Katharina die Große (1762-96) beauftragte ihn mit der musikalischen Ausbildung des zukünftigen Zaren Pawel III. Außerdem leitete Manfredini die italienische Oper in St. Petersburg.

Ein weiterer Schatz des Albums von Cecilia Bartoli ist eine Arie aus der Oper „La vergine del sole“ von Domenico Cimarosa. Der Italiener gilt als ein großer Meister der klassischen italienischen Oper. 1787 von Katharina der Großen eingeladen, blieb Cimarosa vier Jahre lang in St. Petersburg und komponierte mehrere Opern und andere Werke.

St. Petersburg von Cecilia Bartoli: Titelverzeichnis

1. Vado a morir, Arie aus der Oper La forza dell’amore e dell’odio (1734) von Francesco Araia
2. Razverzi pyos gortani, laya, Arie von Herakles aus der Oper von Hermann Raupach Altsesta (1758)

Die Arie von Herakles auf Russisch des 18. Jh.
Russisch Deutsch
Разверзи песъ гортани лая, Reiße, Hund, bellend das Maul auf,
Предвозвѣщай свою бѣду: Kündige Dein eigenes Unheil an:
Шуми свирѣпый адъ пылая, Grolle lodernd, wütende Hölle,
Безъ ужаса въ тебя иду. Ohne Schrecken gehe ich in Dich hinein.
Что родъ живущихъ устрашаетъ, Das, was den Lebenden Schrecken einjagt
Мою то славу украшаетъ, Schmückt meinen Ruhm
Пойду къ безсолнечнымъ мѣстамъ, Ich werde zu den sonnenlosen Orten gehen,
Вступлю, и все встревожу тамъ. Ich werde eintreten und alles dort in Unruhe versetzen.

3. Idu na smert, Arie von Alsesta aus der Oper Altsesta (1758) von Hermann Raupach

Die Arie von Alsesta auf Russisch des 18. Jh.
Russisch Deutsch
Иду на смерть и не страшуся, Ich gehe dem Tode entgegen und fürchte mich nicht,
Я жизни за тебя лишуся. Ich werde mein Leben für Dich aufgeben.
Смотри какъ ты любимъ мной былъ; Schaue, wie ich Dich geliebt habe,
Достойно ль ты меня любилъ? Hast Du mich gebührend geliebt?
Въ послѣдній разъ передъ собою, Zum letzten Mal vor Dir,
Любезну видитъ ты свою; Siehst Du Deine Geliebte;
Въ сей часъ разстануся съ тобою; Gleich werde ich von Dir scheiden;
Воспоминай любовь мою. Erinnere Dich an meine Liebe.

4. O placido il mare, Arie aus der Oper Siroe, re di Persia (1760) von Hermann Raupach
5. De miei Figli, Prolog zur Oper La Clemenza di Tito von Domenico Dall’Oglio und Luiggi Madonis
6. Fra‘ lacci tu mi credi, Arie aus der Oper Carlo Magno (1763/64) von Vincenzo Manfredini
7. Pastor che a notte ombrosa, Arie aus der Oper Seleuco (1744) von Francesco Domenico Araia
8. Marsch aus der Oper Altsesta von Hermann Raupach
9. Non turbar que‘ vagi rai, Arie aus der Oper Carlo Magno von Vincenzo Manfredini
10. Agitata in tante pene, Arie aus der Oper La vergine del sole (1788/89) von Domenico Cimarosa
11. A noi vivi donna eccelsa, Arie aus der Oper Carlo Magno von Vincenzo Manfredini

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