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pantavene

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  • als Antwort auf: Sprachaufenthalte #15724
    pantavene
    • Beiträge: 2

    Ciao Rob

    Ich hab es so empfunden. Lassen wir die vertragliche Angelegenheit, denn die Schule hat sich immer bemüht eine Lösung für mich zu finden, ……………auch wenn ich sagen muss, so professionell, wie sie sich angegeben haben, waren sie nicht. Aus diesem Grund wurde ich das Thema nicht aus der Optik betrachten.

    Was ich hier unterzeichnen wollte, ist die Tonart der Lehrer und welche Schwierigkeiten einen Anfänger, wie ich, im Kauf nehmen muss bzw. was er vielleicht vermeiden sollte, damit er mitkommt. Die Umgangsart der Lehrer war sehr stalinistisch ausgeprägt und an das muss man sich halt gewohnen. Zweitens die Handschrift ist für einen Sprachaufenthalt in Russland ein MUSS.

    Ich wollte nicht so ins Detail gehen, aber damit Du einer Vorstellung hast, was ich erlebt habe, hier zwei Beispiele:

    1. Zweiter Tag in meiner zweiten Klasse. Die Lehrerin spielt aus dem roten Buch “rusky yesik” 10 Lektionen aus dem Tonband ab. Sie gibt keine Erklärung ab und am Ende nach dem Zufallsprinzip wählt sie eine Übung, aus der 6 Lektion und erwartet, dass wir diese lösen können. Mit Ausnahme eines einzigen Schülers alle hatten Mühe die Aufgabe zu lösen und waren verloren. Als ich an der Rheine war, sagte ich hätte muhe und wäre nicht imstande die Übung zu lösen. Denn mir fehlten die Grundlagen/Regel dazu. Aus heiterem Himmel und in einem sehr bestimmten/harten Ton sagt mir die Lehrerin/Professorin, entweder kann ich diese Übung aus dem was sie am Vortag erklärt hat lösen, oder hat sie mich mit dem Zeigefinger die Türe gezeigt und gesagt, die Administration wird für Sie eine passende Klasse finden. ……bis vor der Übung hatten wir noch gelacht und eine gute Kommunikation gehabt.

    2. Nächste Klasse. Ich kam rein und die Lehrerin fing mit den Hausaufgaben an. Als ich wieder an der Rheine war, sagte ich der Lehrering/Professorin mit, ich verstehe nicht um was es sich hier handelt, und weiss nicht, was ich sagen soll. Auch sie aus dem Nichts und mit einem ganz bestimmten Ton erklärt, dass es um den Akkusativ handelt und dass sie es letzte Woche ausführlich erklärt hatte. Sie sagte zusätzlich, sie hatte keine Absicht mir das nochmals zu erklären und hat sie mich wieder die Türe gezeigt und gesagt, die Administration wird für sie eine passende Klasse finden. In dieser Klasse bin ich insgesamt 10 Minuten geblieben.

    Von den Händen getragen, war bei mir keine Spur. Oft habe ich mich gefragt, ob die Lehrer wissen, wer sie zahlt. Insgesamt war ich von 12 Klassen in 5 (während 3 Wochen). Einige Studenten haben den Kurs abgebrochen und mit den Einheimischen einen “Tausch” gemacht. Russisch- für Englisch-Unterricht. Dh ich erklär Dir Russisch und du mir Englisch.
    Die Lehrer sind aus meiner Sicht mit uns Studenten aus dem Westen echt überfordert, denn wir brauchen Erklärungen oft hiess es, „du musst alles auswendig lernen“. Ich hab mich manchmal gefragt ob es Faulheit oder Unwissen ist…..eine Antwort habe ich noch nicht gefunden.

    Somit wollte ich nicht alles schwarz malen, denn ich hab – Dank Kiev und dem Podcast – wieder/weiter Freude russisch zu lernen, aber mit diesem Kulturschock muss man eben rechnen.

    Leo

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