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Telefonieren in Russland

Ortsgespräche sind in Russland nur kostenlos, wenn sie von Privat- oder Firmenanschlüssen geführt werden. In Hotels werden dafür Gebühren verlangt.

Ausgenommen sind Anrufe in die Mobilfunknetze. Kosten für Festnetz-Handy Verbindungen zwischen verschiedenen Regionen
Russlands und ins Ausland variieren je nach Tarif entsprechender Anbieter. (Bis zum 1. Juli 2006 mussten Handy-Besitzer in Russland auch für eingehende Anrufe zahlen.)

An einem öffentlichen Telefon, genannt Taxofon (russ.: Таксофон), zahlt man mit Chips oder Telefonkarten, die an Kiosken, Postämtern und Metro-Stationen verkauft werden. Doch Vorsicht: Manchmal werden nur bestimmte Telefonkarten akzeptiert. Manche Telefonzellen in Hotels und an Flughäfen akzeptieren auch Kreditkarten. Von den alten Telefonzellen können nur Ortsgespräche geführt werden. Ins Ausland kann man auch von einem Fernsprechamt telefonieren. Internationale Gespräche sind von 22 bis 8 Uhr und am Wochenende günstiger.

Vorwahl bei Auslandsgesprächen aus Russland

Deutschland - 8 (Freizeichen) - 1049 - Ortsvorwahl ohne Null - Rufnummer
Österreich - 8 (Freizeichen) - 1043 - Ortsvorwahl ohne Null - Rufnummer
Schweiz - 8 (Freizeichen) - 1041 - Ortsvorwahl ohne Null - Rufnummer

Vorwahlen zum Telefonieren nach Russland

Mobiltelefon/Handy

Nicht nur Großstädte, sondern die meisten Regionen Russlands verfügen über gut funktionierende Mobilfunknetze nach dem europäischen GSM-Standard. Nach Russland mitgebrachte Mobiltelefone müssen bei der Einreise nicht mehr deklariert werden. Laut dem Bundeszollamt der Russischen Föderation braucht man für den Import der Elektrogeräte (Funktelefone, Sendestationen, Satellitensender, etc.) keine Sondererlaubnis, wenn diese nur für eine kurze Zeit nach Russland eingeführt werden.

Seit April 2001 ist das Telefonieren im Auto ohne Freisprecheinrichtung in Russland verboten.

Sprachübung zum Russisch lernen: Mobiltelefonieren in Russland

Mailbox

Die Mailboxnutzung in Russland (sowie generell im Ausland) kann richtig teuer werden. Und zwar nicht nur für die Handybesitzer, sondern auch für alle Anrufer. Denn nachdem sich das Handy in ein ausländisches Netz einbucht hat, wird jeder Anruf zuerst ins Ausland weitergeleitet. Wird er nicht entgegengenommen, geht er wieder zurück nach Deutschland auf die Mailbox. Die Kosten für die Verbindungen innerhalb Deutschlands zahlt der Anrufer, den Rest übernimmt der Handybesitzer selbst. Wer seine Mailbox abhört, telefoniert also aus dem Ausland nach Deutschland und zahlt entsprechende Gebühren.
Um diese Kosten zu vermeiden, sollte man die Mailbox noch vor der Einreise nach Russland ausschalten.

Verlust / Diebstahl

Bei Verlust des Handys sollte die SIM-Karte möglichst schnell gesperrt werden, damit kein anderer auf Ihre Kosten telefonieren kann. SIM-Karten können entweder online oder über die Hotline des jeweiligen Anbieters gesperrt werden. Für alle Fälle sollte man sich also vor einer Reise nach Russland die Hotline-Nummer separat notieren oder einfach merken.

SMS-Versand nach Russland

Normalerweise wählt man beim Versenden von SMS genauso wie bei Anrufen in die russischen Mobilfunknetze, die Landesvorwahl von Russland vor, also ++7 Mobilfunknummer ohne Null

Der SMS-Versand nach Russland ist allerdings nur möglich, wenn der deutsche Mobilfunkanbieter ein SMS-Roaming-Abkommen mit dem russischen Netzbetreiber abgeschlossen hat. Man sollte sich am besten beim eigenen Anbieter informieren, mit welchen der russichen Betreiber er ein SMS-Roaming-Abkommen hat.

Sollte man trotz des bestehenden SMS-Roaming-Abkommens Probleme mit dem SMS-Versand haben, könnte es helfen die Gültigkeitsdauer für SMS auf "Max. Zeit" zu setzen.

Telefonieren über deutsche Anbieter

Wer sein Handy in Russland benutzen möchte, sollte sich über die International Roaming Gebühren bei seinem Mobilfunknetzprovider informieren. Der Preis hängt von den Konditionen ab, die der jeweilige Netzbetreiber mit seinen russischen Partnern vereinbart hat, und kann regional unterschiedlich sein.   
   
Es könnte auch sinnvoll sein, sich beim eigenen Anbieter zu informieren, ob das Handy im Ausland benutzt werden kann und sich ggf. freischalten lassen.

Bei Telefonaten mit einer deutschen SIM-Karte müssen die Rufnummern wie bei einem internationalen Gespräch gewählt werden, weil man jedes Mal von seinem deutschen Anbieter in das lokale Netz weiter verbunden wird. Das heißt, dass bei jedem Anruf innerhalb Russlands die Landes- und Ortsvorwahl eingegeben werden müssen. Wer sich beispielsweise in Moskau aufhält und mit einem Anschluss in Moskau verbunden werden möchte, wählt ++7 495 und die Rufnummer.

Telefonieren über einen russischen Anbieter

1) SIM-Lock muss weg
Bei manchen deutschen Netzbetreibern und Providern wird immer noch die SIM-Sperre (SIM-Lock) genutzt, besonders bei Prepaid-Handys. Das führt dazu, dass das Handy nur mit der SIM-Karte des Anbieters funktioniert, bei dem es erworben wurde. Es ist empfehlenswert, sich vor der Russlandreise beim Anbieter über eine SIM-Sperre zu informieren. Es gibt normalerweise zwei Möglichkeiten, die SIM-Sperre zu deaktivieren: sie läuft entweder automatisch ab (normalerweise nach einem Jahr) oder man lässt die SIM-Karte über einen Code beim Anbieter entsperren. Das vorzeitige Entsperren ist meistens Gebührenpflichtig.
Zur Not kann die SIM-Sperre jedoch auch von einem russischen Anbieter aufgehoben werden.

2) Russische Mobilfunknummer

In Russland gibt es lokale und föderale Mobilfunknummer:

  • Lokale (oder direkte) Nummern unterscheiden sich nicht von den Festnetznummern. Wer also eine direkte Moskauer Nummer hat, kann innerhalb Moskaus ohne Ortsvorwahl (495) angerufen werden. Aus dem Ausland ist die Nummer über die normale Vorwahl ++7 495 - Rufnummer erreichbar.
  • Föderale Nummern haben eine eigene Vorwahl (902, 903, etc.) und können nicht direkt angerufen werden. Man wählt die Nummer immer so, als würde man in eine andere Stadt Russlands telefonieren: 8 - Freizeichen - 902 (oder eine andere Vorwahl) - Rufnummer (meistens 7-stellig).

Für eine lokale (direkte) Mobilfunknummer muss eine monatliche Gebühr bezahlt werden. Die Russen leisten sich eine direkte Nummer nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern auch aus Prestige.
Für Touristen, die für eine kurze Zeit nach Russland reisen, lohnt sich der Abschluss eines Vertrages mit der lokalen (direkten) Nummer nicht.

3) Tarifstruktur für Mobiltelefonie in Russland

Beim Erwerb einer SIM-Karte sollte Folgendes beachtet werden:

  • Tarife gelten für die Stadt, in der die SIM-Karte aktiviert wurde. Telefonate in andere Städte sind teuerer. Wer also eine SIM-Karte in Moskau kauft, dann nach St. Petersburg fährt und von dort aus telefoniert, zahlt mehr. Es ist empfehlenswert, die SIM-Karte in der Stadt zu kaufen, in der man sich am meisten aufhält.
  • Wer durch mehrere Regionen Russlands reist, sollte den Anbieter wählen, dessen Netz diese Regionen abdeckt. Denn für die Anrufe, die über ein fremdes Netz weitergeleitet werden müssen, werden zusätzliche Gebühren verlangt.

Wie in Deutschland gibt es in Russland Post- und Prepaidtarife.

Bei einem Postpaid-Tarif mit Laufzeitvertrag zahlt man eine monatliche Grundgebühr und kann eine lokale (direkte) Nummer bekommen.

Prepaid-Tarife gibt es nur mit föderalen Nummern.
Prepaid-Karten bekommt man an vielen Kiosken, in Supermärkten, Banken oder in den Läden der Anbieter

TIPP: Beim Kauf einer russischen SIM-Karte ist es empfehlenswert, den Reisepass mit dem gültigen Visum dabei zu haben.

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