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Goldener Ring: Wladimir

Wladimir (russ.: Владимир) liegt 190 nordöstlich von Moskau am Fluss Kljasma. Im Jahr 1108 vom Fürsten Wladimir Swjatoslawowitsch gegründet gewann Wladimir immer mehr an Bedeutung und wurde Mitte des 12. Jahrhunderts Hauptstadt des Wladimir-Susdal Großfürstentums, das sich über ganz Nord-Ost Russlands erstreckte. Moskau war damals nur eine kleine Provinzstadt im großen Imperium.

Die Fürsten scheuten keine Mühe und Ausgaben, um die Stadt auszubauen und mit imposanten Bauwerken die Macht ihres Reiches zu zeigen. So entstanden zahlreiche religiöse und zivile Gebäude, die heute zu den wichtigsten Denkmälern Russlands zählen.

Nachdem das Großfürstentum 1238 unter die Herrschaft der Mongolen fiel, ist Wladimir heruntergekommen, hatte aber seine politische Bedeutung noch eine ganze Weile behalten. Im 14. Jahrhundert akzeptierte Wladimir
Moskau als Hauptstadt des Großfürstentums. Im 15. und 16. Jahrhundert fing man an Wladimir wieder aufzubauen.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die einzigartige Mariä-Entschafens Kathedrale. Zum ersten Mal 1158-1160 als Sitz des Bischofs und des Fürsten errichtet, wurde die Kathedrale im Laufe des 12. Jahrhunderts weiter ausgebaut. Rund um das Hauptgebäude wurde eine zweistöckige Galerie hochgezogen, die vier goldenen Kuppeln gekrönten. So entstand ein beeindruckendes Bauwerk mit weißen Mauern und insgesamt fünf goldenen Kuppeln, das Jahrhunderte lang als Prototyp für viele orthodoxe Kathedralen, unter anderem auch die des Moskauer Kremls, diente.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Wladimir sind:

Das Goldene Tor

Das Goldene Tor

Das im 12. Jahrhundert aus weißem Stein errichtete Tor ist ein seltenes Denkmal altrussischer Militärbauten. Von fünf Toren der Festung ist nur eines - das Goldene - erhalten geblieben. Das ist ein 14 Meter hoher Turm mit einer Kirche an der Spitze. Nahe dem Tor sieht man noch einen Erdwall, der früher Teil der Befestigungsanlagen der Stadt war.

Die Troitzkaja Kirche (die Dreifaltigkeits-Kirche)

Die imposante rote Kirche wurde 1913-1916 in der Nähe des Goldenen Tores erbaut, an der Stelle, wo eine alte hölzerne Kirche abgebrannt ist.

Die Demetrius-Kathedrale

Erbaut 1194 als Kirche des Fürsten, ist die majestätische Kathedrale relativ klein wirkt aber sehr harmonisch. Über 1000 geschnitzte Steine und eine goldene Kuppel schmücken das Bauwerk. Die geschnitzten Zeichen verbergen eine Botschaft, die immer noch bis auf wenige Worte nicht entziffert werden konnte.

Das Christi-Geburt Herrenkloster

Errichtet 1191 ist dies eines der ältesten Klöster Russlands. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts was es das wichtigste Kloster des Landes. Vermutlich lebte hier Laurenti, der Autor der ältesten russischen Chronik. Das Herz des Klosters ist die Christi-Geburt Kathedrale, die 1858-1868 komplett neu aufgebaut wurde.

Mariä-Himmelfahrts Kathedrale des Fürstinnen Klosters

Das Kloster wurde Ende des 12. Jahrhunderts von der Fürstin Maria gegründet. Ende des 15. - Anfang des 16. Jahrhunderts baute man die Mariä-Himmelfahrts Kathedrale komplett um. Das ist das einzige Gebäude in Wladimir, das im frühen Moskauer Stil gebaut wurde.

Seit 1992 stehen die Mariä-Entschafens-Kathedrale, die Demetrius-Kathedrale und das Goldene Tor auf der UNESCO Liste des Weltkulturerbes.
Ausführliche Informationen über das UNESCO Welterbe in Russland

Anfahrt von Moskau:

Mit dem Zug vom Kurski Bahnhof mit dem Schnellzug. Fahrtdauer - ca. 2 Stunden.
(Der Kurski Bahnhof liegt an der Metro-Station "Kurskaja" (russ.: Курская)

Mit dem Auto über die Autotrasse M7. Fahrtdauer ca. 2 Stunden 30 Minuten.

Telefon Vorwahl: (0922)

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