Geschichte von Moskau

Denkmal für den Fürsten Juri Dolgoruki in Moskau

Denkmal für den Fürsten Juri Dolgoruki, den Gründer von Moskau

1147 wurde Moskau zum ersten Mal in einer Chronik erwähnt. Als Gründer gilt Fürst Yuri Dolgoruki. Unter der Herrschaft der Mongolen wurde Moskau erst zerstört, gewann aber dann immer mehr an Bedeutung und wurde im 14. Jahrhundert Hauptstadt eines Großfürstentums. Dazu hat vor allem Großfürst Iwan III. beigetragen, der Kontrolle über immer mehr wichtige Städte gewann und 1480 Tributzahlungen an die Mongolen beendete. Er heiratete die Nichte des letzten Kaisers von Byzanz und erklärte sein Imperium nach dem Fall Konstantinopels zum „dritten Rom“. Das führte dazu, dass Moskau zum Zentrum des orthodoxen Glaubens wurde. Nachdem Zar Iwan der Schreckliche sich 1547 zum „Zar der ganzen Rus“ krönte, machte er Moskau zur Hauptstadt des russischen Reiches.

Doch 1712 ernannte Peter der Große das von ihm neu errichtete St. Petersburg zur Hauptstadt Russlands. Dadurch, dass der Zar sich voll auf den Ausbau seiner Stadt konzentrierte, wurde
Moskau durch westliche Kultur weniger beeinflusst und blieb für viele Russen das wahre Herz Russlands.

Nach der Oktober Revolution 1917 verlegten die Bolschewisten die Hauptstadt wieder nach Moskau.

In den 90er Jahren hat sich in Moskau viel verändert. Es wurde viel renoviert oder neu gebaut. Nachtclubs, Macdonalds, Pizza Hut und Läden von Top Designern haben sich in der Stadt fest etabliert. Der westliche Einfluss hat viel mehr Spuren hinterlassen, als die Reformen von Peter des Großen. Und trotzdem spürt jeder Besucher, dass Moskau die russische Seele und den ganz besonderen Flair nicht verloren hat und hoffentlich auch für immer behalten wird.

Moskau wurde 860 Jahre alt

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2007 feierte Moskau das 860. Jubiläum. Die Feierlichkeiten fanden traditionell am ersten Wochenende im September am statt. Insgesamt wurden überall in Moskau rund 5.000 Veranstaltungen organisiert. Laut offiziellen Angaben feierten 3,5 Millionen Moskauer den Geburtstag ihrer Stadt mit. Als Geburtstagsgeschenk bekam Moskau eine über vier Meter hohe und mit Elektro-Kerzen beleuchtete Torte. Außerdem wurden an verschiedenen Plätzen in Moskau drei 15 Meter hohe Schönheiten in russischer Nationaltracht aufgestellt, die Gäste und Bewohner von Moskau mit Brot und Salz willkommen hießen.
Neben Konzerten auf dem Roten Platz und anderen Hauptplätzen von Moskau, standen im Jahr 2007 auch einige Veranstaltungen für Kinder sowie lokale Feste in den Innenhöfen Moskauer Häuser auf dem Programm.

Das schönste Geschenk an Moskau war allerdings die Eröffnung der neu restaurierten Zarenresidenz Zarizyno (russisch: Царицыно). Zarizyno liegt südlich des Stadtzentrums und ist einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Moskau. Ende des 18. Jh. ließ hier Katharina die Große eine Sommerresidenz für sich anlegen. Es entstand ein schöner Park mit dem Großen Palast und verschiedenen Pavillons. Leider wurde das geplante Architekturensemble nie richtig fertig gestellt. Die in den Jahren 2005-2007 durchgeführten Restaurierungsarbeiten machten Zarizyno zu einem großen Museums- und Ausstellungskomplex.

Anlässlich des 860. Jubiläums von Moskau wurden 34 restaurierte Objekte eingeweiht. Der Präsident von Russland Wladimir Putin kam zur Eröffnungsfeier und begutachtete als einer der ersten den frisch renovierten Großen Palast und das Brot Haus (russisch: Хлебный дом). Pünktlich zum Geburtstag von Moskau wurde auch ein neuer Brunnen in Betrieb genommen. Die Fontäne

Weitere Infomationen zur Hauptstadt von Russland:

Moskau im Überblick
Kreml – das Herz von Moskau
Das Bolschoi Theater in Moskau: ein Symbol für die russische Kultur
Moskauer Metro – die schönste U-Bahn der Welt
Silvester in Moskau feiern
Moskauer Flughäfen

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