Werft die Gläser an die Wand. Meine russische Familie und ich

von Juliane Inozemtsev

  • Werft die Gläser an die Wand
  • Werft die Gläser an die Wand
  • von Juliane Inozemtsev. Eine deutsch-russische Liebe mit Hindernissen und Happy End. Julianes Eltern sind entsetzt, als sie erzählt, dass sie sich in einen russischen Seemann verliebt hat. „Der hat doch in jedem Hafen eine – und trinkt den ganzen Tag nur Wodka…“ Auch seine Eltern sind skeptisch, schließlich weiß in Russland jeder, dass deutsche Frauen im Haushalt keinen Finger rühren und nicht kochen können. Doch die frisch Verliebten lassen sich nicht belehren und werden ein Paar. Zum Glück!
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Locker, humorvoll und mit viel Selbstironie erzählt die Autorin eine autobiographische Geschichte von der Liebe zwischen einem Deutschen Mädchen und einem russisch-ukrainischen Seeoffizier. Als die beiden sich kennenlernen, ist ihre Vorstellung von dem Heimatland des anderen von typischen Klischees und Vorurteilen geprägt. Es kommt zu einer Reihe von Missverständnissen, sowie komischen und peinlichen Situationen, die die Protagonisten manchmal an den Rand des Wahnsinns treiben. Doch die Liebe hält und hilft, Schwierigkeiten zu überwinden und Kompromisse zu finden.

Es macht Spaß, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Lebens- und Denkweise der Deutschen und der Russen zusammen mit dem jungen Pärchen zu erkunden. Wann wirft man in Russland die Gläser an die Wand? Ticken russische Frauen wirklich anders als die Deutschen? Tragen die Russen ihr Herz auf der Zunge oder wählen sie die Worte mit mehr Bedacht als die Deutschen? Was wird in Russland von einer Schwiegertochter erwartet? Welche der beiden Nationen hat einen stärkeren Familiensinn und weniger Berührungsängste? Warum ist es in Russland nicht üblich, die Geschenke gleich auszupacken und sich dafür zu bedanken? Und was ist das Geheimnis einer guten deutsch-russischen Ehe?
Das Buch liefert die Antworten auf diese und viele andere Fragen. Also am besten zuerst das Buch lesen und dann selbst nach Russland reisen und sich ein eigenes Bild machen.

Kurzinhalt: Werft die Gläser an die Wand. Meine russische Familie und ich

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Als die 20-jährige Juliane entscheidet, Urlaub auf einem Segelschiff als Trainee zu machen, ahnt sie nicht, dass sie dort den Mann ihres Lebens treffen würde. Der angehende Seemann Wanja stammt aus einer russischen Familie, die in der Stadt Sewastopol auf der Ukrainischen Halbinsel Krim am Schwarzen Meer lebt. Anfangs müssen sich die beiden auf Englisch verständigen, weil sie kein Russisch und er kein Deutsch spricht. Doch nicht nur wegen der Sprachbarriere ist die Kommunikation nicht immer einfach.
Durch die Berichterstattung in den deutschen Medien geprägt, denkt Juliane, wie wohl einige in Deutschland, dass Russland aus Moskau, St. Petersburg und Sibirien besteht und dass dort zwei Arten von Menschen leben: „Entweder sind sie bitterarm und dem Alkohol verfallen – das scheint die große Mehrheit zu sein, oder es sind superreiche Oligarchen, die arrogant und rücksichtslos sind und ihr Geld nur so verprassen.“ Außerdem vermutet sie, „die meisten russischen Frauen seien Heimchen am Herd, deren Ehrgeiz hauptsächlich darin besteht, den Männern zu gefallen“ und findet es erschreckend, „dass die Männer eine fast zwanzig Jahre niedrigere Lebenserwartung haben als die Frauen, weil sie so oft an Leberzirrhose sterben“. Andererseits hat sie auch von der russischen Gastfreundschaft, den großen Schriftstellern wie Tolstoi und Puschkin, und auch vom Komponisten Tschaikowsky und seinem Ballett Nussknacker gehört.

Auch Wanja ist nicht frei von Vorurteilen. „Bis zu dieser Reise habe ich die Deutschen zwar für ordentlich, fleißig und zuverlässig gehalten“, sagt er. „Aber auch für langweilig, humorlos und unterkühlt. Und über die deutschen Mädchen dachte ich, dass sie sehr stämmig und groß sind – so wie echte Bäuerinnen – mit rotblonden Haaren, Sommersprossen und kleinen Augen. Das war nicht gerade mein Ideal.“

Trotzdem die beiden von dem Heimatland und den Landsleuten des anderen nicht gerade begeistert sind, wagen sie das Abenteuer. Die erste Reise von Juliane in die Ukraine fängt mit einem Schrecken in einer heruntergekommenen Studenten WG an, nimmt dann aber doch ein gutes Ende. Sie stellt fest, dass Wanjas Familie und Freunde zur Mittelschicht gehören, die in der Ukraine und in Russland immer mehr wächst. Allerdings ist Wanja sehr konservativ erzogen und findet, zum Beispiel, dass Kochen und Putzen zu den Aufgaben einer Frau gehören. Doch die konservative Erziehung hat auch ihre positiven Seiten. Wie für viele andere russische Männer ist es für Wanja selbstverständlich, im Restaurant die Rechnung für beide zu bezahlen oder seiner Freundin Blumen zu schenken.
Als der junge Seeoffizier seine Freundin in Deutschland besucht, gerät er auch in unangenehme Situationen, trifft „blöde Leute“ und wird sogar in der Straßenbahn von Männern mit Bomberjacken und kahlen Schädeln belästigt. Andererseits entdeckt er, dass die Deutschen doch Humor haben und schafft es trotz Sprachbarriere mit der Familie seiner Deutschen Freundin „obschij jazyk“ – „eine gemeinsame Sprache“ zu finden.

„Als Erwachsener richtig Russisch zu lernen ist eine echte Lebensaufgabe, eine faszinierende,“ – findet die Autorin und übersät das Buch mit gängigen russischen Wörtern und Ausdrücken, die der Geschichte den passenden deutsch-russisches Flair geben. Am Ende des Buches gibt es sogar ein „Kleines Glossar der „falschen Freunde“ in der deutsch-russischen Verständigung“.

Die Autorin

Juliane Inozemtsev ist freie Journalistin aus Berlin. Ihr Job als Flugbegleiterin gab sie auf, um Journalistik und Russistik zu studieren, und war Austauschstudentin in der Stadt Sewastopol auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Während der Studienjahre (2001-2007) reiste sie viel durch Russland und die Ukraine. Inzwischen arbeitet sie unter anderem für die Berliner Zeitung, wo sie in Kolumnen über ihre zweite Heimat, die Krim, veröffentlicht. Sie ist mit einem russischen Seeoffizier verheiratet und hat zwei Kinder.

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