9. Mai – Siegestag im Zweiten Weltkrieg

SiegestagTag des Sieges über den Faschismus 1945
Russisch: День Победы

Am 9. Mai 2016 feiert Russland den 71. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. So wird in Russland der Zweite Weltkrieg von 1941-1945 genannt. Im Jahr 1965 wurde der Siegestag zu einem der wichtigsten Nationalfeiertage in der UdSSR. Heute wird der Siegestag nicht nur in Russland, sondern auch in anderen ehemaligen UdSSR-Staaten groß gefeiert.

Der 9. Mai wurde zum Siegestag erklärt, weil in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 der sowjetische Marschall Schukow die bedingungslose Kapitulation aller Wehrmachtsteile angenommen hat.
Der 9. Mai ist einer der 16 Tage des Militärruhms der Russischen Föderation.

Ein Großteil der russischen Bevölkerung ist bis heute fest davon überzeugt, dass die befreiten Länder der Roten Armee für immer dankbar sein müssten. Und das darf man den Russen nicht übel nehmen. Ca. 27 Millionen Menschen der ehemaligen UdSSR ließen ihr Leben im Zweiten Weltkrieg. Also hat fast jede Familie einen oder mehrere liebe Menschen verloren. Somit wurde der Siegestag für die Russen zu einem privaten Gedenktag und ist es trotz Generationenwechsel bis heute geblieben.

Der Große Vaterländische Krieg dauerte 1.418 Tage.

Feierlichkeiten zum Siegestag in Russland

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Die Feier des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg ist eines der größten Ereignisse in Russland.

Zu den Highlights der Siegesfeier in Russland zählen:

  • Militärparaden in 26 Städten. Neun davon sind so genannte Heldenstädte, deren Verteidiger eine außerordentliche Tapferkeit im Kampf gegen die Angreifer zeigten. Das sind Moskau, St. Petersburg, Smolensk, Murmansk, Tula, Noworossijsk, Wolgograd, Sewastopol und Kertsch.
  • Parade der Flotte in folgenden Hafenstädten: St. Petersburg, Sewastopol, Wladiwostok, Seweromorsk, Kaliningrad und Baltijsk.
  • Feierliche Feuerwerke am Abend

Siegestag in Moskau live erleben

Verschiedene Aktivitäten zum Gedenken an den Sieg im Zweiten Weltkrieg starten bereits einige Tage vor dem 9. Mai. Es gibt thematische Ausstellungen, Open-Air Kino und Literaturabende, Theatervorführungen, Tanzen, etc. An vielen Plätzen spielen Orchester oder Bands. Manchmal wird auch typischer Brei, den Soldaten während des Krieges in ihren Feldküchen zubereitet haben, ausgeteilt.

Am 30. April und am 7. Mai finden Generalproben der Militärparade in Moskau statt. Bei der Generalprobe verläuft alles so, wie bei der echten Parade. Nur statt der Rede des Präsidenten wird eine dreiminütige Pause eingelegt, und auf den Tribünen sitzen keine Veteranen, sondern vor allem Familien und Freunde der Soldaten, die an der Parade teilnehmen.

Typischer Tagesablauf am Siegestag

  • Am 9. Mai um 7:00 Uhr wird der Ausgang an sämtlichen Metro Stationen in der Nähe des Roten Platzes geschlossen. D. h. man kann an diesen Stationen nur in die Metro reingehen oder umsteigen. Auch die Ausgänge der Metro Stationen entlang der Twerskaja Straße bleiben vor und während der Parade der Militärtechnik geschlossen.
  • 10:00 bis 10:45 Uhr – Militärparade auf dem Roten Platz 
(entspricht 9:00 Uhr Mitteleuropäische Zeit)

Für Touristen (und auch für die meisten Moskauer) ist es sehr schwierig, die Militärparade am Siegestag auf dem Roten Platz live zu sehen. Denn zu der Militärparade werden wichtige Politiker, ranghohe Militärs, hochkarätige internationale Gäste und Kriegsveteranen eingeladen. Entweder man bekommt eine Einladung oder muss einen Besucherausweis beantragen. Sowohl Einladungen als auch Passierscheine werden auf einen konkreten Namen ausgestellt. Der Bereich um den Roten Platz in Moskau wird großflächig abgesperrt.

Es ist aber möglich, einen Teil der marschierenden Kolonnen, die Militärtechnik, etc. nach der Militärparade auf dem Weg vom Roten Platz sehen, entweder auf dem Gartenring (Russisch: Садовое кольцо) oder auf der Straße Nowyj Arbat (Russisch: Новый Арбат).

  • 22:00 Uhr – feierliches Feuerwerk auf 16 Plätzen der Stadt. Das Hauptfeuerwerk findet auf dem Poklonnaja Berg (Russisch: Поклонная гора) im Westen von Moskau nahe des Triumphbogens statt. TIPP: Sehr gut sieht man das Feuerwerk über Moskau von der Aussichtsplattform auf den Sperlingsbergen (Russisch: Воробьевы горы) in der Nähe der Moskauer Staatsuniversität. Es ist empfehlenswert, früher zu kommen, um gute Plätze zu sichern.

Nelken sind die Blumen des SiegestagesRote Nelken mit Georgs-Band zum Siegestag am 9. Mai

Nelken gelten als Symbol der Tapferkeit, der Freiheit und des Sieges. Ein Strauß frischer roter Nelken ist ein Zeichen der Bewunderung und des Andenkens. Am Siegestag werden in Russland den Kriegsveteranen Nelken geschenkt. Man legt sie auch an Obelisken, Soldatengräbern und Ewigen Flammen nieder.
Blumen nach Russland schicken

Die Militärparade zum 70. Siegestag

Die Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau 2015 war eine der größten und wichtigsten der Geschichte. Viele Details wurden bis zum letzten Moment geheim gehalten. Hier ein paar Eckdaten:

  • über 16.000 Teilnehmer
  • 194 Einheiten der Militärtechnik
  • 143 Flugzeuge und Hubschrauber

Die Militärparade 2015 auf dem Roten Platz in Moskau online sehen

Weltweite Aktion „Unsterbliches Regiment“ zum Siegestag

Im Rahmen der weltweiten Aktion „Unsterbliches Regiment“ (Russisch: Бессмертный полк) gedachten Menschen überall in Russland, Europa, USA, Australien und in anderen Ländern den Soldaten des Großen Vaterländischen Krieges. Allein in Moskau gehen mehrere Hunderttausend Menschen mit Porträts von Familienangehörigen auf die Straßen, die an verschiedenen Fronten des Krieges gekämpft hatten.

Fotoquelle: Pressedienst des Bürgermeisters und der Regierung von Moskau

Militärparaden am Siegestag in Russland

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Jedes Jahr finden am Siegestag in vielen Städten Russlands Militärparaden statt, darunter Moskau, St. Petersburg, Kaliningrad, Jekaterinburg, Murmansk, Wolgograd, Wladiwostok, etc. Die Vorbereitungen starten bereits einige Wochen vor dem Ereignis. Je nach Stadt wird die Parade 2 bis 3 Mal unter realen Bedingungen geprobt. Wer am 9. Mai nicht dabei sein kann, hat somit die Gelegenheit, sich die Parade auch vorher schon anzuschauen.

In Moskau üben die Teilnehmer zuerst auf dem Chodynka Feld (russisch: Ходынское Поле) im Nordwesten der Stadt. Hier kann man dem Militärorchester beim Üben zuhören und bis zur Parade geparkte Militärfahrzeuge sehen. Jedes Jahr wird die Militärparade in Moskau mehrmals geprobt. Die ersten zwei Proben werden nachts durchgeführt. Die Generalprobe der Militärparade findet 2-3 Tage vorher tagsüber statt. Dafür werden dutzende Straßen im Moskauer Zentrum gesperrt.

Die große Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau ist traditionell das wichtigste Ereignis am Siegestag. Zu Sowjetzeiten marschierten Kriegsveteranen und Militäreinheiten über den Roten Platz und wurden von hochrangigen Staatsmännern Russlands vom Balkon des Lenin Mausoleums empfangen. Damit gedachte man nicht nur den zahlreichen Gefallenen im Zweiten Weltkrieg, sondern demonstrierte der ganzen Welt auch seine militärische Macht und Überlegenheit.

Um die Moskauer Straßen vor der schweren Militärtechnik zu schützen, bekommen die Ketten der Panzer und anderer Gleiskettenfahrzeuge einen Gummiüberzug. Begleitet wird die Parade von mehreren Militärorchestern.

In St. Petersburg findet die Militärparade auf dem Schlossplatz vor der Eremitage statt. Seit 2008 nimmt auch wieder die Militärtechnik an der Parade in St. Petersburg teil. Anders als in Moskau, kommen aber hier nur bereifte Fahrzeuge zum Einsatz. Zum letzten Mal rollten Panzer im Jahr 1990 über den Schlossplatz in St. Petersburg.

Zur Feier des 65. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg am 9. Mai 2010 wurden Militärparaden in ganz Russland erstmals zu selben Zeit durchgeführt und starteten um 10:00 Uhr Moskauer Zeit unabhängig von der Zeitzone. Insgesamt fanden Militärparaden in 72 Städten Russlands statt.

Der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg:
In Russland ein wahres Volksfest

Anfang Mai kommen überall in Russland festlich gekleidete Kriegsveteranen zusammen und gedenken der gefallenen Kameraden. Oft fängt so ein Treffen an einem Grab oder Denkmal des Unbekannten Soldaten oder an einem „Ewigen Feuer“ an. Danach wird die Gedenkfeier entweder bei einem offiziellen Empfang fortgesetzt. Oder die Veteranen setzen sich privat an einer Festtafel zusammen. Zum Gedenken an die Toten trinkt man in Russland Wodka, ohne anzustoßen.

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Anlässlich des 70. Siegestages 2015 führten zwei große russische Meinungsforschungsinstitute Umfragen durch. Beide Organisationen befragten ca. 1.600 Menschen in 46 Regionen der Russischen Föderation.
Das Russische Zentrum für Meinungsforschung (WZIOM) wollte vor allem wissen, was die Menschen in der Russischen Föderation über Militärparaden zum Siegestag denken:

  • 47% der Befragten glauben, dass die Militärparaden dazu dienen, dass die Geschichte des Landes und die Heldentaten der Menschen nicht vergessen werden.
  • 91% interessieren sich für Militärparaden, davon
    • 73% schauen die Militärparade im Fernsehen
    • 18% gehen zu einer Parade persönlich hin
  • 46% denken, dass die Paraden vor allem für die Veteranen des Zweites Weltkrieges organisiert werden
  • nur 1% der Befragen halten Militärparaden für sinnlose Veranstaltungen
    Die komplette WZIOM-Umfrage zum Siegestag vom 4.-5. April 2015 (auf Russisch)

Bei der Umfrage des analytischen Zentrums Lewada stand der Siegestag als Feiertag im Vordergrund.

  • 42% der Befragen halten ihn für einen der wichtigsten persönlichen Feiertage. Damit liegt der Siegestag auf Platz 4. (Platz 1 belegt Neujahr / Silvester; Platz 2 – Geburtstage von Familienangehörigen und Freunden; Platz 3 – eigener Geburtstag)
  • für 31% ist der Siegestag vor allem der offizielle Nationalfeiertag
  • 65% haben vor, den Siegestag zu feiern (im Jahr 1995 waren es 82%)
  • 52% gaben an, einen Familienangehörigen im Zweiten Weltkrieg verloren zu haben
    Die komplette Umfrage zum Siegestag des Lewada-Zentrums vom März/ April 2015 (auf Russisch)

Georgs-Band – ein Symbol des Siegestages in Russland

Georgs-Band - ein Symbol des Siegestages in RusslandDas orange-schwarze Sankt-Georgs-Band (Russisch: „Георгиевская лента“) ist zum Symbol des Siegestages geworden. Im März 2005 rief die Russische Agentur für Information RIA Novosti die Aktion „Georgs-Bändchen“ (Russisch: „Георгиевская ленточка“, wörtlich „Georgs-Bändchen) ins Leben. Seitdem findet die Aktion jedes Jahr vom Ende April bis zum 9. Mai statt. Dabei werden Millionen von Georgs-Bändchen überall in Russland und auch im Ausland kostenlos verteilt. Im Jahr 2015 startete die Aktion am 22. April.

In Deutschland bekommt man das Georgs-Bändchen in der Botschaft der Russischen Föderation und der Bibliothek des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur (Friedrichstraße 176–179) in Berlin sowie in den Generalkonsulaten der RF in Hamburg, Bonn, Leipzig, München und Frankfurt am Main.
In Österreich und der Schweiz werden die Georgs-Bändchen von den Botschaft der Russischen Föderation in Wien und in Bern verteilt.
Russische Botschaften und Konsulate in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Russlandweite Aktion „Sieg Hurra!“ – Wahl der beliebtesten Lieder der Kriegszeit

Ob traurig, aufmunternd oder mit Stolz erfüllt – viele schöne Lieder begleiteten russische Soldaten durch den Krieg und halfen Männern und Frauen hinter der Front, die schwere Zeit zu überstehen. Die russlandweite Aktion „Sieg Hurra!“ (russisch: „Ура Победе“) soll dazu beitragen, dass diese Lieder nicht vergessen werden, und ist vor allem an die Jugend adressiert. Die bekanntesten Kriegslieder können als Klingelton auf das Handy heruntergeladen werden. Außerdem wird über eine Abstimmung im Internet die beliebteste Titel-Melodie gewählt. Tausende von Menschen in Russland machen bei der Aktion mit.
Kriegslieder zur Abstimmung bei der Aktion „Sieg Hurra!“ im Jahr 2015:

  1. Die dunkle Nacht / russisch: „Тёмная ночь“
  2. Abschied der Slawin / russisch: „Прощание славянки“
  3. Der Tag des Sieges / russisch: „День Победы“
  4. Katjuscha / russisch: „Катюша“
  5. Das blaue Tuch / russisch: „Синий платочек“

Nationale Gedenkstätte für Militärruhm

Das Ewige Feuer am Grab des unbekannten Soldaten an der Kreml-Mauer

Kreml - ewiges Feuer

Nationale Gedenkstätte für Militärruhm am Moskauer Kreml

Seit 1967 brennt das Ewige Feuer am Grab des unbekannten Soldaten im Alexander-Garten im Moskau. Das Denkmal befindet sich am Nordeingang des Kreml. Stellvertretend für alle im Zweiten Weltkrieg gefallenen Russen liegt hier ein Soldat begraben. Die Inschrift auf dem Grabmal lautet „Dein Name ist unbekannt, doch Deine Taten sind unsterblich“. In Gedenken an die Opfer des Krieges legen hier russische Präsidenten und Staatsgäste Russlands bei besonderen Anlässen Blumenkränze nieder.
Anlässlich des großen Siegesjubiläums 2010 wurde der Komplex zum ersten Mal komplett restauriert. Dafür verlegte man das Ewige Feuer für mehrere Monate in den Siegespark auf dem Poklonnaja Berg im Westen von Moskau. Am 23. Februar 2010, dem Tag des Vaterlandsverteidigers, wurde das Ewige Feuer im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an die Kreml-Mauer zurück gebracht. Als erster unter den russischen Präsidenten hatte Dmitrij Medwedew die Ehre, das Ewige Feuer anzuzünden. Im Zuge der Renovierung wurde hier ein neuer Gedenkstein für die russischen Städte mit dem Rang „Stadt mit Militärruhm“ aufgestellt. Das Denkmal unter dem Namen „Nationale Gedenkstätte für Militärruhm“ wurde am 8. Mai 2010 feierlich eröffnet.

Siegespark in Moskau

Siegespark in Moskau

Siegespark in Moskau

Am 7. Mai 2005 eröffnete Präsident Putin das neue Kriegsdenkmal im Siegespark in Moskau, das zu Ehren der Anti-Hitler-Koalition errichtet wurde. Den 20 Meter hohen Obelisken aus weißem Marmor schmückt das Emblem der UNO. An seinem Fuß stehen vier Meter hohe Soldaten der vier Alliiertennationen: UdSSR, USA, Großbritannien und Frankreich. „Unser Volk hat nicht nur das Vaterland verteidigt, sondern auch elf Europäische Staaten befreit“, betonte Putin in seiner Eröffnungsrede.

Fontäne „Die Musik des Ruhmes“

Die feierliche Eröffnung der Fontäne „Die Musik des Ruhmes“ (russisch: фонтан „Музыка Славы“) fand im April 2008 statt. Die Musik-Fontäne befindet sich im Moskauer Stadtteil Kuzminki (russisch: Кузьминки). Gebaut wurde der Komplex anlässlich des 60. Jahrestag des Sieges. Die Musik-Fontäne besteht aus einem achteckigen Becken, einer „Gedenke-Pyramide“ (9 Meter hoch) und sieben Fanfaren (je 21 Meter hoch).

Ende April werden die Moskauer Fontänen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Die Saison der Fontaine dauert in Moskau normalerweise bis zum 1. Oktober.

Mehr über den Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion

Bücher:

Filme:

  • Befreiung (6 DVDs)
    Russischer Originaltitel: Освобождение
    Der fünfteilige Historienfilm über die Sowjetoffensive bei Kursk im Frühjahr 1943 bis zum Kriegsende 1945
  • Im Morgengrauen ist es noch still
    Russischer Originaltitel: А зори здесь тихие…
    Ein Klassiker und einer der bewegendsten Filme über den Zweiten Weltkrieg.

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18 Kommentare zu “9. Mai – Siegestag im Zweiten Weltkrieg”

  1. Walter Albrecht

    Ich finde es traurig, daß sich das Deutschland von heute so von Rußland abwendet, noch schlimmer; daß es zu einem Vasallen der USA geworden ist! Deutschland hätte es bitter nötig, den Befreiern von Faschismus und Nazismus, und hier in erster Linie den russischen
    Menschen Ruhm und Ehre zu zollen! Siegesparaden zu diesen feierlichen Anlässen finde ich richtig, sie zeigen den Veteranen: es war nicht umsonst und wir werden es immer in ehrendem Gedenken bewahren.

  2. Etschmann Friedrich

    Es ist eine Schande für Deutschland, das unsere Bundeskanzlerin an der Parade nicht teilgenommen hat. Unsere Politiker wie Herr Gauck und andere setzen scheinheilige Losungen und Prioritäten, vor dem Gedenken an die Opfer, die Russland zu unserer Befreiung gebracht hat. Die Hetze im Vorfeld des Jahrestages war für mich unerträglich.

  3. Klaus

    Meine Frau und ich sind zur Zeit in Moskau. Die festliche Atmosphäre, die vielen Menschen aus Russland und dem Ausland feiern den Tag des Sieges, den Tag der Befreiung gemeinsam! Es ist ein unvergessliches Erlebnis. Möge dieser Tag alle vor den Folgen eines Krieges in Europa warnen. Verständnis und Handel können Auseinandersetzungen verhindern. Daran sollten alle die die Leitlinien der Politik bestimmen denken. Abgrenzung und Sanktionen sind Mittel um ein Land in die Knie zu zwingen oder einen Krieg vorzubereiten. Hoffen wir auf Vernunft!
    Ich freue mich auf das Feuerwerk an diesem wunderschönen Tag!

    • Volker Hegmann

      In der Tat! Hatte (als West-sozialisierter Germane) zum 70. Jahrestag des Kriegsendes auch einmal das Bedürfnis, mir die Feierlichkeiten in Moskau selber anzusehen.
      Welch ein Kontrast: Der hiesige 99%-Fokus auf die „böse“ Militärparade [ganz so, als sollte damit in guter alter Kalter-Kriegs-Manier gesagt werden: Der Russe kommt wieder, wenn wir nicht aufpassen / rüsten] und die so GANZ andere, breite Anteilnahme des Volkes an dem Tag des Sieges mit kiloweise Blumen für die Veteranen und an den offiziellen Gedenkstätten, die Millionen St. Georgs-Bänder überall wohin man schaut, die Hunderttausende mit Erinnerungs-Schilder ihrer gefallenen Angehörigen beim Marsch des „Unsterblichen Regiments“.
      Das alles in einer Atmosphäre von Würde und Stolz, der man die echte Anteilnahme und Verbundenheit mit der lebendigen historischen Erinnerung auf Schritt und Tritt ansieht. Einfach beeindruckend – und beeindruckend anders als die hierzulande rüberkommende „Message“ der Militärparade!

      Und SO gesehen machen die lächerlich gereckten Köpfe mit aufgepflanzter MP im Stechschritt und die gefährlich knatternden Panzer und Flugzeuge Sinn: Seht her! Wir sind stark und stolz darauf!

      Wenn man dann mit nüchternen Ohren hört, was Herr Putin vor der martialisch-majestätischen Kulisse an die Welt zu sagen hat (=> System gleicher Sicherheit für alle), kann ich mich angesichts der überwiegend tendenziösen West-Berichterstattung des Eindrucks nicht erwehren: Die Message, die bei „uns“ ankommen soll: Es darf nicht sein, was doch so einfach sein könnte…

      Quintessenz: „Russlandversteher“ zu werden ist jedenfalls viel einfacher als „Amerikaversteher“…

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