Peterhof bei Sankt Petersburg

Russisch: Петергоф – [petergóf]

Peterhof bei St. Petersburg

Peterhof bei St. Petersburg, die Fontänen-Hauptstadt Russlands

Peterhof ist die Sommerresidenz der russischen Zaren 29 km westlich von St. Petersburg und ist eines der Sieben Russland Wunder. Der prachtvolle Große Palast mit eleganten Parkanlagen und beeindruckenden Wasserspielen zählt zu den schönsten barocken Ensembles der Welt. Nicht umsonst gilt Peterhof als die Fontänen-Hauptstadt Russlands. Das Erstaunliche ist, dass die Fontänen ohne eine einzige Pumpe funktionieren. Die Wasserversorgung basiert auf einem von Zar Peter dem Großen und einem Team von Spezialisten Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelten System. Dabei werden unterirdische Wasserquellen und das natürliche Gefälle des Geländes so genutzt, dass die Fontänen ununterbrochen mit Wasser versorgt werden können. Die Große Kaskade von Peterhof ist ein grandioses Bauwerk und eines der weltweit spektakulärsten Wasserspiele.

Vor allem im Sommer ist Peterhof ein Touristenmagnet und ein beliebtes Ausflugsziel der Russen.
Neben anderen Vororten von St. Petersburg, steht Peterhof auf der UNESCO Liste des Weltkulturerbes.

Peterhof: Plan der Anlage

Peterhof: Plan der Anlage

Über Peterhof bei St. Petersburg

Die drei Hauptbereiche der Anlage im Peterhof sind:

  1. Der Große Palast
  2. Der Obere Garten mit 
einer Wasserkaskade und 5 Fontänen
  3. Der Untere Park mit 
vier Wasserkaskaden und 144 Fontänen

Peterhof: Ausdruck des Triumphes und architektonische Meisterleistung

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Bei seiner Reise durch Westeuropa Ende des 17. Jh. bewunderte der russische Zar Peter der Große die eleganten Residenzen der westlichen Monarchen. Als es ihm 1709 gelang, die Schweden in der Schlacht bei Poltawa zu besiegen und somit den Zugang zur Ostsee zu sichern, beschloss Peter der Große, direkt am Finnischen Meerbusen eine prachtvolle Zarenresidenz zu bauen, um die neue Macht Russlands zu demonstrieren und ein Denkmal für den lang ersehnten Sieg zu setzen. Das Vorhaben war ihm so wichtig, dass Peter der Große einige Teile der Anlage selbst entwarf. Nicht umsonst suchte Peter der Große genau diese Gegend für seine Residenz aus.

Dank der besonderen Landschaft und unterirdischen Quellen war es möglich, hier ein selbst regulierendes Wasserführungssystem zu schaffen und auf natürliche Weise Wasser in die Fontänen fließen zu lassen.

Denkmäler des Zaren Peters des Großen in Peterhof

Die Bauarbeiten begannen 1714 und im August 1723 wurde der noch nicht ganz fertig gestellte Peterhof feierlich eröffnet. Neben dem damals relativ schlichten Großen Palast war der Untere Park mit mehreren Fontänen bereits angelegt und der 400 Meter lange Meereskanal ausgehoben, über den der Zar zum Meer gelang und so direkt nach St. Petersburg per Schiff reisen konnte.

Der Große Palast und die Große Kaskade in Peterhof

Der Große Palast und die Große Kaskade in Peterhof

Nach dem Tod Peters des Großen 1725 wurde Peterhof einige Jahre lang nicht genutzt. Erst 1730 ließ die Zarin Anna Ioanowna die Arbeiten an der inzwischen heruntergekommenen Zarenresidenz wieder aufnehmen. Unter Elizabeth I. und Katharina der Großen wurde Peterhof erweitert und weiter ausgebaut.

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Im zweiten Weltkrieg wurde Peterhof fast vollständig zerstört und ausgeraubt. Nur ein Teil der Einrichtung konnte gerettet werden. Gleich nach dem Kriegsende begannen die Aufräumarbeiten. Dank der Unterstützung vieler Freiwilliger konnte der Untere Park bereits im Juni 1945 für Spaziergänge geöffnet werden. Doch Jahrzehnte vergingen, bis die Anlage anhand von Fotos und Tapetenresten Stück für Stück wieder hergestellt werden konnte. Von 1945 bis 1992 trug Peterhof den Namen Petrodworez (Russisch für Peterspalast).

Der Große Palast: Barocke Pracht am Meer

(Russisch: Большой дворец)

Schauspieler bei Peterhof

Schauspieler bei Peterhof

Der Große Palast ist das Hauptbauwerk der Zarenresidenz in Peterhof. Er liegt zwischen dem Oberen Garten und dem Unteren Park. 1714 entwarf der französische Architekt Jean Baptiste Le Blond für Peter den Großen ein relativ bescheidenes Schloss. Mehrere namhafte Architekten arbeiteten im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts an der Außen- und Innengestaltung des Palastes. Peters Tochter Zarin Elizabeth I. beauftragte ihren Hofarchitekten Bartolomeo Rastrelli mit dem Umbau des Großen Palasts. Der Umbau dauerte von 1747 bis 1752 und ließ den Palast in seiner heutigen Pracht erstrahlen.

Die vergoldeten, mit Seide verkleideten, aufwendig dekorierten Innenräume des Großen Palastes zeugen vom Reichtum der russischen Zaren. Das einfachste Zimmer des Schlosses ist das mit Holzschnitzereien verkleidete Eichenkabinett von Peter dem Großen. Ausgesprochen prunkvoll dagegen ist der Thronsaal. Den 342 Quadratmeter großen, sehr hellen Saal schmücken weiße Stuckdekorationen, rote Samtvorhänge und Portraits der Zarenfamilie.

Die Kirche des Großen Palastes in Peterhof

Die Kirche des Großen Palastes in Peterhof

Zur Zeit der Zaren war der Große Palast in Peterhof im Sommer das Zentrum des Hoflebens. Heute kann dieses einzigartige Bauwerk im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Die zur Ostsee gewandte Hauptfassade des Großen Palast ist ca. 270 Meter lang. Links und rechts des dreistöckigen Mittelteils erstrecken sich einstöckige Galerien. Am östlichen Ende befindet sich die Palastkirche. Die 1751 erbaute Kirche wurde umfassend restauriert und zum 260. Jubiläum im Jahr 2011 feierlich eröffnet.

Die Palastkirche

Der Pavillon "Unter dem Wappen" des Großen Palastes

Der Pavillon „Unter dem Wappen“ des Großen Palastes

Den Pavillon am westlichen Ende ziert das russische Wappen mit dem Doppeladler. Im Pavillon „Unter dem Wappen“ befindet sich das Museum „Besonderer Lagerraum“ mit einer einzigartigen Kollektion von Juwelen und diversen Kostbarkeiten russischer Zaren. In diesem Flügel begannen früher die meisten feierlichen Zeremonien wie Hochzeiten oder Taufen. Neben filigranen Meisterwerken der Firma Fabergé werden hier Schuhe, Kleidung, Uhren, Notizblöcke sowie viele andere persönliche Gegenstände der Zaren ausgestellt.

Der Pavillon ‚Unter dem Wappen‘

Der Obere Garten

Größe: 15 Hektar

Eingang in den Oberen Garten

Eingang in den Oberen Garten

Der praktisch denkende Zar Peter der Große ließ auf der Südseite des Großen Palastes einen Gemüsegarten und drei Teiche zur Fischzucht anlegen.
Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jh. entstand hier ein perfekt geometrisch gegliederter Barockgarten nach französischem Vorbild. Außerdem wurde eine kleine Apollo-Kaskade und fünf Fontänen angelegt: Mescheumnyj-, Eichen- und Neptun-Fontäne sowie die Fontänen der zwei Quadrat-Teiche.
Neptun ist die zentrale Fontäne des Oberen Gartens und eines der Symbole für die Seemacht Russlands. Ursprünglich wurden die barocken Skulpturen des Neptunbrunnens in Deutschland für den Nürnberger Hauptmarkt aus eingeschmolzenen Kanonen gegossen. Der Brunnen sollte den Frieden nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) symbolisieren. Doch als die Skulpturen 1668 fertig waren, konnte der dazugehörige Brunnen aus Geldmangel nicht angelegt und ans Wasser angeschlossen werden. Im Jahr 1796 kaufte der russische Zar Paul I. die Skulpturen des Neptunbrunnens. 1799 wurde die Kompostion in leicht veränderter Form in Peterhof aufgestellt. Ende des 19 Jh. versuchte die Stadt Nürnberg, die Skulpturen des Neptunbrunnens zurück zu erwerben. Der Zar Alexander III. lehnte ab, erlaubte aber Kopien anzufertigen. Das 1902 hergestellte Duplikat schmückt heute den Stadtpark von Nürnberg.

Der Untere Park

Blick auf den Großen Palast vom Meereskanal

Blick auf den Großen Palast vom Meereskanal

Es lohnt sich, nach Peterhof zu reisen, nur um den herrlichen Unteren Park mit einer Vielzahl von kunstvollen Wasserspielen zu bestaunen. Gestaltet wurde der Park im Barockstil nach dem Vorbild von Versailles, der Residenz des französischen Königs Ludwig XIV. Typisch für diesen Stil sind symmetrisch angelegte Alleen, zu geometrischen Figuren geschnittene Bäume und Hecken, in Ornamenten gepflanzte Rasen und Blumen, elegante Pavillons und zahlreiche Skulpturen. Anhand von Skizzen des Zaren Peters des Großen entwickelte der Architekt Johann Braunstein den Generalplan der Residenz.

Eine Allee im Unteren Park in Peterhof

Eine Allee im Unteren Park in Peterhof

Der über 100 Hektar große Untere Park ist in drei Hauptbereiche gegliedert: das Zentrum mit der Großen Kaskade sowie den westlichen und den östlichen Teil. Jeder dieser Bereiche besteht wiederum aus diversen architektonischen Kompositionen.

Blick vom Großen Palast auf den Unteren Park und die Große Kaskade vor und nach dem Einschalten der Fontänen

Der Meereskanal in Peterhof

Der Meereskanal in Peterhof

Den Mittelpunkt der Anlage in Peterhof bildet der auf einem 16 Meter hohen Hügel errichtete Große Palast. Der schnurgerade 400 Meter lange Meereskanal verbindet den Palast mit dem Finnischen Meerbusen und trennt den Unteren Park in einen östlichen und westlichen Teil. Die symmetrisch rechts und links der Großen Kaskade angelegten Alleen führen zum Pavillon Eremitage im Westen und zum Schlösschen Monplaisir im Osten, beide gleich weit vom Zentrum entfernt. Alle Hauptalleen des Unteren Parks führen entweder zum Meer oder enden mit einer Fontäne.
Schlösser und Museen im Unteren Park von Peterhof (mit Karte)

Skulpturen im Unteren Park von Peterhof

Die Große Kaskade: Das Herz von Peterhof

Die Große Kaskade in Peterhof

Die Große Kaskade in Peterhof

Das Hauptbauwerk des Unteren Parks in Peterhof ist die Große Kaskade mit ihren 138 Wasserstrahlen und der Samson-Fontäne in der Mitte. Es hat über 100 Jahre gedauert, die Kaskade in ihrer heute bekannten Form zu schaffen. Die Grundidee für die Komposition stammt von Zaren Peter dem Großen. Die Bauarbeiten begannen im Juli 1716. Zur feierlichen Eröffnung von Peterhof im August 1723 hat die Große Kaskade bereits funktioniert, wurde aber immer weiter ausgebaut.

Das Zentrum der Großen Kaskade bildet die Untere (Große) Grotte. Siebenstufige Wasser-Kaskaden an beiden Seiten der Unteren Grotte sind reich mit vergoldeten Skulpturen, Vasen und Basreliefen dekoriert. Darüber befindet sich die Obere (Kleine) Grotte. Beide Grotten sind auch im Inneren schön mit Tuffstein, Marmor und vergoldeten Skulpturen ausgeschmückt und können besichtigt werden. In der Unteren Grotte befindet sich außerdem eine Scherz-Fontäne.

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Die Samson-Fontäne in Peterhof wurde erst 1736 in Betrieb genommen. Sie symbolisiert den Sieg von Russland über Schweden in der Schlacht bei Poltawa. Diese für den Großen Nordischen Krieg entscheidende Schlacht fand am 8. Juli 1709, dem Tag des heiligen Samson statt. Die Skulptur zeigt wie Samson (Russland) dem bezwungenen Löwen (Schweden) das Maul aufreißt. Aus dem Maul schiesst eine über 20 Meter hohe Fontäne. Die ursprünglich aus Blei gegossene Skulptur wurde 1802 durch die vom russischen Bildhauer Michail Kozlowskij geschaffene Komposition ersetzt.

Den aus Bronze gegossene Samson sitzt auf einem Sockel aus Granitplatten. Den Sockel schmücken acht Delfine und vier nach den Himmelsrichtungen ausgerichtete Löwenköpfe. Die im zweiten Weltkrieg von Hitlers Armee geklaute Samson-Statue wurde anhand von Fotografien rekonstruiert und 1947 wieder in der Großen Kaskade in Peterhof eingesetzt. 2011 wurde die Samson-Komposition neu vergoldet.

Die Große Kaskade geht in den Meereskanal über. Die entlang des Meereskanals platzierten Springbrunnen bilden die so genannte Fontänen-Allee.

Delfine und Löwenköpfe im Sockel der Samson-Fontäne

Fontänen der Großen Kaskade in Peterhof

Peterhof: Praktische Infos für die Besichtigung

Wegweiser im Unteren Park von Peterhof

Wegweiser im Unteren Park von Peterhof

Zum Museums-Komplex Peterhof gehören vier Parkanlagen und 23 Museen.
Die Kaskaden und Fontänen sind nur während der Sommerzeit in Betrieb. Die Sommersaison in Peterhof dauert von Ende April bis Mitte Oktober. Im Jahr 2017 werden die Fontänen voraussichtlich am 29. April in Betrieb genommen.
Kaskaden und Fontänen von Peterhof (mit Karte)

Wer den Großen Palast besichtigen möchte, muss im Sommer mit langen Wartezeiten rechnen. Im Winter ist es in Peterhof deutlich ruhiger.

In der Wintersaison bleiben viele Museen ganz oder teilweise geschlossen.

Bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit bleiben folgende Schlösser / Pavillons geschlossen:

  • Monplaisir
  • Der Badeflügel
  • Eremitage
  • Die beiden Voliere

Schlösser und Museen im Unteren Park von Peterhof (mit Karte)

Was in Peterhof verboten ist

Was in Peterhof verboten ist

Im Oberen Garten und im Unteren Park gibt es kostenfreies WLAN.
Wer die weitläufige Anlage nicht zu Fuss erkunden möchte, kann einen Segway mieten. Der Verleih befindet sich auf dem Platz vor dem Großen Palast.

Es gibt einen Rollstuhl-Verleih für Besucher mit besonderen Bedürfnissen.

Besondere Events in Peterhof

Im Weißen Saal des Großen Palastes finden zu Silvester, russischen Weihnachten und anderen wichtigen Feiertagen Theatervorstellungen, Bälle und Konzerte klassischer Musik statt.
Samstags und sonntags von Mai bis September geben verschiedene Orchester Konzerte im Unteren Park vor der Schachbrett-Kaskade, im Garten beim Schloss Monplaisir und bei der Löwen-Kaskade.

Offizielle Website des Staatlichen Museums Peterhof bei St. Petersburg (auf Russisch und Englisch)

Ein Grill-Stand im Unteren Park in Peterhof

Ein Grill-Stand im Unteren Park in Peterhof

Essen / Restaurant

Kleine Grill-Stände im Unteren Park bieten Hotdogs, Eis sowie warme und kalte Getränke an.
Es gibt auch kleine Cafés und Restaurants mit Terrassen und Meerblick.

Foto- und Videoaufnahmen

In den Parks kann man für den Privatbedarf Fotos und Videos ohne Stativ aufnehmen.

Fotografieren und filmen ist nur in ausgewählten Museen erlaubt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise hängen in Peterhof von der Saison ab.

Die Wintersaison dauert von Mitte Oktober bis Ende April. Während dieser Zeit kann der Untere Park kostenlos besichtigt werden. Die Fontänen sind nicht in Betrieb.

Die Sommersaison soll am 29. April 2017 starten. Der Saisonstart hängt vom Wetter ab.

Der Obere Park

Täglich von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet
Der Eintritt ist kostenlos.

Eingang zum Unteren Park und dem Großen Palast

Eingang zum Unteren Park und dem Großen Palast

Der Untere Park
Öffnungszeiten in der Wintersaison 2016 / 2017: 09:00 – 19:00 Uhr

Die Große Kaskade im Unteren Park ist während der Wintersaison nicht in Betrieb.

In der Sommersaison wird die Große Kaskade täglich um 11:00 Uhr mit einer feierlichen Zeremonie eingeschaltet.
Betriebszeiten der Großen Kaskade in der Sommersaison:
Werktags: 11:00 bis 18:00 Uhr
Samstags: 11:00 bis 20:50 Uhr
Sonntags: 11:00 bis 19:00 Uhr

Ticket-Preise für den Unteren Park

In der Wintersaison ist der Eintritt kostenlos.

In der Sommersaison hängen die Preise von Besuchszeiten ab. Am Abend sind die Preise niedriger.
Werktags: 9:00 bis 17:45 Uhr
Samstags: 9:00 bis 19:30 Uhr
Sonn- und feiertags: 9:00 bis 18:45 Uhr
Erwachsene: 700 Rubel (ca. 10,21 Euro)
Bürger der Russischen Föderation und Weißrussland: 450 Rubel (ca. 6,56 Euro)

Werktags: 17:46 bis 19:30 Uhr
Samstags: 19:31 bis 20:30 Uhr
Sonn- und feiertags: 18:46 bis 19:30 Uhr
Erwachsene: 300 Rubel (ca. 4,38 Euro)
Bürger der Russischen Föderation und Weißrussland: 200 Rubel (ca. 2,92 Euro)
Wechselkurs Rubel / Euro

Blick auf die Kirche des Großen Palastes

Blick auf die Kirche des Großen Palastes aus dem Café vor dem Eingang zum Unteren Park

ACHTUNG: Der Untere Park kann mit dem Ticket nur einmal betreten werden. Wer die durch die Drehkreuze abgesicherte Anlage verlässt, um den Oberen Park zu besichtigen, und dann wieder in den Unteren Park zurückkehren möchte muss ein neues Ticket kaufen.

Der Große Palast

Wer den Große Palast besichtigen möchte, muss während der Sommersaison zuerst die Eintrittskarte für den Unteren Park kaufen.

Öffnungszeiten des Großen Palastes in der Wintersaison 2016 / 2017
10:30 bis 18:00 Uhr (Einlass bis 17:00 Uhr)
Montags und am letzten Dienstag des Monats geschlossen

Blick von der Terrasse am Großen Palast auf den Meereskanal

Blick von der Terrasse am Großen Palast auf den Meereskanal

Öffnungszeiten der Kassen:
10:30 bis 17:00 Uhr

Ticket-Preise
Erwachsene: 600 Rubel (ca. 8,75 Euro)
Bürger der Russischen Föderation und Weißrussland: 450 Rubel (ca. 6,56 Euro)

Besucher unter 16 Jahren gratis

Audioguide: 500 Rubel (ca. 7,30 Euro)

Museen im Unteren Park von Peterhof

In Peterhof bleiben viele Museen in der Wintersaison (bis voraussichtlich 29.04.2017) ganz oder teilweise geschlossen.

In der Sommersaison sind Ruhetage je nach Museum unterschiedlich. Viele Ruhetage gibt es vor allem in der letzten Woche des Monats.

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In der Wintersaison geschlossen:

  • Grotten der Grossen Kaskade
  • „Jachten der Kaiser“
  • Monplaisir
    Ruhetag  in der Sommersaison: letzter Montag des Monats
    Im Sommer bleibt Monplaisir bei Regen geschlossen.
  • Eremitage
    In der Wintersaison wird die Eremitage nur für Gruppen von mind. 30 Personen auf Anfrage geöffnet.
    Ruhetag in der Sommersaison: Dienstag
  • Marly
    Gruppenführungen (mind. 30 Personen) vom 01.12.2016 auf Anfrage möglich.

Öffnungszeiten für Museen in der Wintersaison 2016 /2017

  • Katharinenflügel
    Samstags und sonntags von 10:30 bis 17:00 Uhr
    (Kassen und Einlass bis 16:00 Uhr)
    Ruhetag in der Sommersaison: letzter Donnerstag des Monats
  • Badeflügel
    Samstags und sonntags von 10:30 bis 17:00 Uhr
    (Kassen und Einlass bis 16:00 Uhr)
    Ruhetag in der Sommersaison: Mittwoch
    Im Sommer bleibt der Badeflügel bei Regen geschlossen.
  • „Besonderer Lagerraum“ im Großen Palast
    Di.-So. von 10:30 bis 18:00 Uhr
    (Kassen und Einlass bis 17:00 Uhr)
    Ruhetag: letzter Dienstag des Monats
  • Kirchenflügel des Großen Palastes
    Di.-So. von 10:30 bis 18:00 Uhr
    (Kassen und Einlass bis 17:00 Uhr)
    Ruhetag: letzter Dienstag des Monats

 

Café Belle Vue in der Nähe des Schlosses Marly

Café Belle Vue in der Nähe des Schlosses Marly

Die Eintrittspreise unterscheiden sich je nach Museum.
Erwachsene: zwischen 250 und 500 Rubel (ca. 3,65 und 7,30 Euro)
Bürger der Russischen Föderation und Weißrussland: zwischen 150 und 450 Rubel (ca. 2,18 und 6,56 Euro)

Audioguide: 200 Rubel (ca. 2,92 Euro)
(verfügbar für die Museen „Besonderer Lagerraum“, Monplaisir, Katharinenflügel, Badeflügel, Eremitage und Marly)

Anfahrt zu Peterhof von St. Petersburg

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Peterhof zu erreichen.

Kassen bei der Anlegestelle des Unteren Parks

Kassen bei der Anlegestelle des Unteren Parks

Per Schiff
Am besten macht man es den Zaren nach und reist über das Meer an. Von Mai bis Oktober verkehren so genannte „Meteor“ Schiffe zwischen St. Petersburg und Peterhof.
Fahrtdauer: ca. 30 Minuten
Fahrpreis: 500 Rubel (ca. 6,74 Euro)

Schiff "Meteor"

Schiff „Meteor“

In St. Petersburg fahren die Schiffe von folgenden Anlegestellen ab:
– Dwortzowaja Nabereschnaja 18 (russisch: Дворцовая набережная,18), die Uferstraße hinter der Eremitage, gegenüber der Peter-Paul-Festung.
– Admiraltejskaja Nabereschnaja 2 (russisch: Адмиралтейская набережная, 2), die Uferstraße am Denkmal Peters des Großen „Eherner Reiter“.

In Peterhof befindet sich die Anlegestelle der Schiffe im Norden des Unteren Parks, am Ende des Meereskanals.

An der Anlegestelle in Peterhof

An der Anlegestelle in Peterhof

Blick auf die Anlegestelle vom Unteren Park

Blick auf die Anlegestelle vom Unteren Park

HINWEIS: Bevor man ein Hin- und Rückticket für das Schiff kauft, sollte man folgendes beachten:
– Das Ticket für den Unteren Park gewährt einen einmaligen Eintritt.
– Der Eintritt in den Oberen Garten ist frei. Um den Oberen Garten zu besichtigen, muss man den Unteren Park verlassen.
– Um zu Anlegestelle zu gelangen, muss man wieder durch den Unteren Park laufen und somit eine neue Eintrittskarte kaufen.
Es ist möglich, zum Beispiel, nach Peterhof per Schiff zu reisen und dann mit dem Linientaxi oder mit dem Elektrozug nach St. Petersburg zurück zu kehren (oder umgedreht).

Linientaxi "Marschrutka"

Ein Linientaxi heißt auf Russisch „Marschrutka“

Mit dem Linientaxi
Linientaxis heißen auf Russisch „marschrutnyje taxi“ (маршрутные такси) oder abgekürzt „marschrutki“ (маршрутки). Diese Minibusse sind in Russland ein sehr verbreitetes Verkehrsmittel.
Die Preise für Fahrkarten nach Peterhof liegen bei ca. 60 Rubel (ca. 0,80 Euro).
Die Fahrtdauer beträgt je nach Abfahrtsort ca. 30 Minuten.
Bei vielen Linientaxis ist Peterhof nicht die Endhaltestelle. Da die Haltestellen nicht angesagt werden, ist es empfehlenswert den Fahrer zu bitten, dass er einem Bescheid gibt, wenn man aussteigen muss. Die Haltestelle heißt „Fontänen“ (russisch: Фонтаны)

Die meisten Linientaxis fahren von der Metro-Station „Awtowo“ (russisch: Автово) ab (rote Linie M1, unten links auf dem Metroplan).
Aus der Metro herausgehen und auf die gegenüberliegende Seite vom Prospekt Sstatschek (russisch: проспект Стачек) über eine Unterführung wechseln.
Linientaxis: 224, 300, 424, 424-А
Alternativ kann man mit den Linienbussen 200 oder 210 nach Peterhof fahren. Da sie öfter halten, verlängert sich die Fahrtdauer.

Mit dem Elektrozug
(russisch: электричка – [älektritschka])
Vom Baltischen Bahnhof (Metro Baltijskaja / russisch: Балтийская) bis zur Haltestelle Neuer Peterhof (russisch: Новый Петергоф [nówyj pitergóf],
Fahrtdauer: ca. 40 Minuten.
Danach erreicht man Peterhof mit dem Linienbus 344, 348, 350, 351, 352, 355 oder 356. Fahrtdauer: ca. 10 Minuten

Kaskaden und Fontänen von Peterhof (mit Karte)
Schlösser und Museen im Unteren Park von Peterhof (mit Karte)

Weitere Informationen über St. Petersburg und Russland

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Peterhof bei St. Petersburg auf der Karte

5 Kommentare zu “Peterhof bei Sankt Petersburg”

  1. Ingrid Inaara Rosenmaier

    Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. Hat seiner Schwester der russischen Zarin Alexandra Feodorowna eine etwa 5 Meter hohe weißblaue Glassäule geschenkt, mit einem vergoldeten Mädchen mit einem Papagei darauf.
    Die gleiche Säule aus venezianischem Glas schenkte er seiner Cousine Königin MRieund ihrem Gatten Maximilian i von Bayern, die auf der Roseninsel im Starnbergersee steht.
    Und für seine Gattin Elisabeth von Bayern lies es die Dritte der Glassäulen im Marylgarten von Schloss Sanssouci aufstellen. Beide Säulen stehen wieder neu restauriert in Deutschland.
    Gibt es im Garten vom Peterhof zu St. Petersburg diese Säule noch- und könnten wir diese im Juni 2016 besichtigen?
    Ich wäre über Ihre positive Antwort sehr glücklich!

    • Anastassia

      Liebe Frau Rosenmaier,
      die Original Kristallsäule ging im Zweiten Weltkrieg kaputt. Die Anfang der 2000er Jahre gemachte Kopie der Kristallsäule steht im Peterhof, im Kolonistskij Park (Колонистский парк) beim Pavilion der Zarin (Царицын павильон).

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